Samsung Galaxy S27: China-Displays auch in neuen Top-Smartphones?

Samsung sucht händeringend nach Möglichkeiten, die Margen bei der Produktion seiner Smartphones zu sichern. Angeblich will man deshalb beginnend mit dem Galaxy S27 erstmals auch in High-End-Geräten Displays eines chinesischen Herstellers verwenden.
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OnLeaks / Android Headlines

Enormer Kostendruck durch Speicherkrise

Die andauernde Speicherkrise zwingt die Smartphone-Hersteller dazu, beim Einkauf anderer Komponenten auf die Kostenbremse zu drücken. Weil Speicher inzwischen bis zu 30 Prozent der Komponentenkosten ausmacht, sparen die Geräteanbieter bei anderen Bauteilen. Ein wichtiger Faktor ist dabei auch das Display, denn vor der Speicherkrise waren gerade leistungsfähige OLED-Panel oft der größte Kostenpunkt auf dem "Bill of Materials".

Samsung hat nun offenbar eine Möglichkeit gefunden, auch bei seinen Oberklassemodellen die Kosten zu drücken. Laut eines Berichts von ZDNet Korea erwägt Samsung den Einsatz von Displays aus chinesischer Fertigung in bestimmten Modellen der Galaxy-S27-Serie. Diese würden zusätzlich zu den aus der eigenen Displaysparte Samsung Display stammenden Panels verwendet werden.


BOE als günstigere Alternative?

Konkret sollen die Panel vom chinesischen Hersteller BOE kommen. Noch steht dem Vernehmen nach aber nicht fest, ob Samsung tatsächlich auch seine Topmodelle mit chinesischen Displays ausrüstet. Unter anderem sorgt man sich auf Führungsebene bei Samsung angeblich, durch den Einsatz von BOE-Panels in seinen High-End-Geräten die Verhandlungsposition der eigenen Displaysparte im Werben um die Belieferung von Bildschirmen aus seiner Fertigung an Apple zu schwächen.

BOE war zumindest bis zuletzt seit längerem auch Zulieferer von Apple und bedient mit seinen Bildschirmen außerdem eine Vielzahl anderer, vor allem chinesischer Smartphone-Hersteller. Der Vorteil der Panel aus chinesischer Fertigung dürfte vor allem in geringeren Kosten bestehen, während sie in technischer Hinsicht weitestgehend mit den leistungsfähigsten Displays aus der Produktion von Samsung oder LG mithalten können.

Beim Samsung Galaxy A57 soll der koreanische Elektronikkonzern unterdessen schon Nägel mit Köpfen gemacht haben, was die Verwendung von Bildschirmen aus chinesischer Fertigung angeht. Teilweise beliefert bei diesem Gerät angeblich der chinesische BOE-Konkurrent CSOT Samsung mit Displays. CSOT gehört zum TCL-Konzern und produziert ebenfalls in großem Stil OLED- und LCD-Panel für diverse Arten von Geräten.

Zusammenfassung
  • Die Speicherkrise zwingt Samsung dazu, bei Smartphone-Bauteilen zu sparen
  • Samsung will angeblich mit Galaxy S27 BOE-Displays in High-End-Geräten verwenden
  • BOE war bzw. ist bereits Zulieferer von Apple und diversen chinesischen Herstellern
  • Chinesische Panel sind günstiger und technisch gleichwertig mit Samsung-Panels
  • Samsung könnte durch BOE-Einsatz seine Verhandlungsposition bei Apple gefährden
  • Samsung Galaxy A57 verwendet bereits CSOT-Displays aus chinesischer Produktion

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