Großinvestor: KI hat große Ähnlichkeiten mit der Dotcom-Blase

Der US-Milliardär und Investor Ray Dalio hat vor einer Blase an den US-Aktien­märk­ten gewarnt, die von der Euphorie rund um künstliche Intelligenz (KI) angetrieben wird. Diese erinnere ihn an die Zeit der Dotcom-Ära.
Wirtschaft, Entwicklung, Geschäft, Börse, Finanzen, Business, Aktie, Aktien, Aktienkurs, Kurs, Geschäftskunden, Business Network, Geschäftsbericht, Diagramm, Finanzwesen, Verlauf, Ökonomie, chart, Werte, Aktienwert, Kursverlauf, Aufstieg, Aktienpaket, DAX

Aufgeblähter Markt

"Die Bewertungen sind sehr hoch, während gleichzeitig ein Zinsrisiko besteht. Diese Kombination könnte die Blase platzen lassen", so Dalio, Gründer des Hedgefonds Bridgewater Associates und einer der einflussreichsten Investoren an der Wall Street, gegenüber der britischen Wirtschaftszeitung Financial Times.

Die spürbare Begeisterung für KI-Investitionen hat dazu geführt, dass Unternehmen wie der Chip-Hersteller Nvidia den technologielastigen Nasdaq 100 seit Anfang 2023 beflügelt haben. Dieser Index hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt, ähnlich wie zur Hochzeit der Dotcom-Blase - die dann bis zum Ende des Jahres 2002 in einem Absturz um 80 Prozent mündete.


Am Montag erlebten die KI-Aktien bereits einen deutlichen Rückschlag, nachdem das chinesische Unternehmen DeepSeek eine KI vorgestellt hatte, die angeblich auf Augenhöhe mit den Technologien von OpenAI und Meta operieren soll - jedoch kostengünstiger und mit weniger leistungsstarker Hardware. Allein Nvidia verlor daraufhin fast 600 Milliarden Dollar an Marktwert.

Gigantomanie geht los

Die Entwicklung wirft Fragen auf, ob die enormen Investitionen von Silicon-Valley-Unternehmen in KI-Infrastruktur wirklich gerechtfertigt sind. OpenAI, das von Microsoft unterstützt wird, plant etwa, gemeinsam mit Partnern, bis zu 500 Milliarden Dollar in den Aufbau von KI-Rechenzentren zu investieren. Gleichzeitig räumte OpenAI-Chef Sam Altman ein, dass das Unternehmen aufgrund der hohen Nutzung seiner ChatGPT-Pro-Version Verluste einfahre.

Dalio betonte, dass der Wettlauf um die technologische Vorherrschaft zwischen den USA und China nicht nur wirtschaftliche, sondern auch militärische Implikationen habe. "Dieser technologische Krieg ist entscheidend für die wirtschaftliche und militärische Überlegenheit", sagte er. China unterstützt seine KI-Industrie mit staatlichen Förderprogrammen, während die USA unter der Biden-Administration Milliardeninvestitionen in die heimische Chip-Produktion ausweiteten. Auch Ex-Präsident Donald Trump kündigte an, in seiner zweiten Amtszeit die amerikanische KI-Industrie stärker zu fördern.

Zusammenfassung
  • Investor Ray Dalio warnt vor KI-getriebener Blase am US-Aktienmarkt
  • Ähnlichkeiten zur Dotcom-Ära: Hohe Bewertungen bei gleichzeitigem Zinsrisiko
  • Nasdaq 100 hat sich seit Anfang 2023 verdoppelt, ähnlich der Dotcom-Blase
  • Chinesisches Unternehmen DeepSeek stellt konkurrenzfähige KI-Lösung vor
  • OpenAI plant Investitionen von bis zu 500 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur
  • Technologischer Wettlauf zwischen USA und China mit wirtschaftlichen Folgen
  • Beide Länder fördern ihre KI-Industrien mit staatlichen Programmen

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!