Disney, Fox, Warner: Gemeinsamer Sport-Streaming-Gigant ist geplatzt
Disney, Fox und Warner Bros. Discovery haben ihre Pläne für den gemeinsamen Sport-Streamingdienst Venu überraschend eingestellt. Die Entscheidung folgt kurz nach Disneys Fusion von Hulu mit Fubo und wirft Fragen zur Zukunft des Sport-Streamings auf.
Der geplante Streamingdienst sollte US-Sportfans Zugang zu Live-Übertragungen und Studioinhalten von 14 verschiedenen TV-Netzwerken bieten. Dazu gehörten unter anderem die Angebote von ESPN, Fox Sports und weiteren Sportsendern der beteiligten Unternehmen. Auch eine umfangreiche Bibliothek mit Dokumentationen und Archivmaterial war vorgesehen. Der monatliche Abopreis sollte bei 42,99 Dollar (etwa 42 Euro) liegen.
Die jüngste Vereinbarung zwischen Disney und Fubo schien dieses Hindernis aus dem Weg zu räumen. Doch offenbar hat sich durch die Fusion die Marktsituation so stark verändert, dass die beteiligten Unternehmen keinen Bedarf mehr für Venu sahen. Insbesondere Disney setzt nun verstärkt auf andere Streaming-Initiativen im Sportbereich.
Siehe auch:
Aus für ambitioniertes Sportstreaming-Projekt
Das mit Spannung erwartete Sportstreaming-Angebot Venu wird nicht an den Start gehen. Die Medienkonzerne Disney, Fox und Warner Bros. Discovery haben in einer gemeinsamen Erklärung das Ende des Projekts bekannt gegeben. Die Entscheidung kommt überraschend, da die Planungen für den Dienst bereits weit fortgeschritten waren.Der geplante Streamingdienst sollte US-Sportfans Zugang zu Live-Übertragungen und Studioinhalten von 14 verschiedenen TV-Netzwerken bieten. Dazu gehörten unter anderem die Angebote von ESPN, Fox Sports und weiteren Sportsendern der beteiligten Unternehmen. Auch eine umfangreiche Bibliothek mit Dokumentationen und Archivmaterial war vorgesehen. Der monatliche Abopreis sollte bei 42,99 Dollar (etwa 42 Euro) liegen.
Nach sorgfältiger Überlegung haben wir gemeinsam beschlossen, das Joint Venture Venu Sports einzustellen und den Streamingdienst nicht zu starten. In einem sich ständig verändernden Marktumfeld haben wir festgestellt, dass es am besten ist, den sich wandelnden Anforderungen der Sportfans gerecht zu werden, indem wir uns auf bestehende Produkte und Vertriebskanäle konzentrieren.Die Entscheidung fiel nur wenige Tage nachdem Disney eine Beteiligung am Streamingdienst Fubo bekannt gegeben und die Fusion von Hulu Live TV mit Fubo angekündigt hatte.
Rechtliche Hürden
Der Weg für Venu war von Anfang an steinig. Ursprünglich sollte der Dienst pünktlich zum Start der NFL-Saison 2024 auf den Markt kommen. Doch nur wenige Wochen vor dem geplanten Launch wurde das Projekt durch eine einstweilige Verfügung gestoppt. Der kleinere Streamingdienst Fubo hatte geklagt und argumentiert, Venu würde den Wettbewerb erheblich einschränken.Die jüngste Vereinbarung zwischen Disney und Fubo schien dieses Hindernis aus dem Weg zu räumen. Doch offenbar hat sich durch die Fusion die Marktsituation so stark verändert, dass die beteiligten Unternehmen keinen Bedarf mehr für Venu sahen. Insbesondere Disney setzt nun verstärkt auf andere Streaming-Initiativen im Sportbereich.
Fokus auf eigenständige Angebote
Für Disney hat nun der Start eines eigenständigen ESPN-Streamingdienstes, intern als "Flagship" bezeichnet, oberste Priorität. Dieser soll noch in diesem Jahr zu launchen. Zudem bietet das Unternehmen bereits einige ESPN-Inhalte über Disney+ an und betreibt außerdem den Streamingdienst ESPN+.
Zusammenfassung
- Venu: Gemeinsames Sport-Streaming-Projekt von Disney, Fox und Warner
- Überraschende Einstellung des geplanten Dienstes trotz fortgeschrittener
- 14 TV-Netzwerke sollten Live-Übertragungen und Studioinhalte anbieten
- Monatlicher Abopreis war mit 42,99 Dollar (ca. 42 Euro) angesetzt
- Einstweilige Verfügung durch Fubo verzögerte ursprünglichen Start
- Disney fusioniert stattdessen Hulu Live TV mit Fubo
- ESPN-Streamingdienst 'Flagship' hat nun für Disney oberste Priorität
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