PlayStation-Chef: KI kann menschlichen Touch in Spielen nicht ersetzen

Geht es nach dem Co-Chef von Sonys PlayStation-Sparte, wird Künst­liche Intelligenz bei der Entwicklung neuer Videospiele künftig eine wachsende Rolle spielen. Allerdings werde die KI nie in der Lage sein, den "menschlichen Touch" der Spieleentwicklung zu ersetzen.
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Neuer PlayStation Co-CEO spricht über KI

Wie Hermen Hulst, der als Co-CEO einer der beiden leitenden Köpfe hinter dem PlayStation-Geschäft von Sony ist, in einem Interview mit der BBC verriet, geht er davon aus, dass KI auch bei der Arbeit an Videospielen immer häufiger zum Einsatz kommen wird. Die Entwicklung der Titel wird von KI "revolutioniert", so seine Vorhersage.

Allerdings werde es für die Spielestudios dennoch wichtig sein, gleichzeitig auch die menschliche Seite ihrer Arbeit zu bewahren. Die Entwickler müssten sich darauf einstellen, dass beide Aspekte sehr gefragt seien: zum einen würden KI-getriebene innovative Erlebnisse gefragt sein, das Interesse an "handgemachten, durchdachten Inhalten" bleibe aber auch weiterhin hoch, so Hulst.

Balance ist gefragt, sagt Hulst

Wer an Videospielen arbeitet, müsse also ein Gleichgewicht schaffen, was die Verwendung von KI und den "menschlichen Touch" betrifft, um in der Branche dauerhaft zu bestehen. Die Branche tut sich mit dem Thema bisher noch relativ schwer, wobei vor allem große Publisher mit viel Elan auf die Verwendung von Künstlicher Intelligenz setzen. Dabei geht es aber meist vor allem darum, die Kosten für kreative menschliche Arbeit zu reduzieren.

So hatte EA-Chef Andrew Wilson bereits verkündet, dass KI künftig "zum tiefsten Kern des Geschäfts" von EA gehören werde, während Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa zwar großes Potenzial für eine kreative Verwendung von KI sieht, aber gleichzeitig auch vor Schwierigkeiten mit Blick auf Urheberrechte warnt.

Bisher sorgt KI im Spielebereich vor allem dafür, dass Synchronsprecher weniger Aufträge bekommen, weil die Spielestudios die Sprechrollen in ihren Titeln immer häufiger einfach durch KI-Systeme mit synthetisch generierten Stimmen erledigen lassen. Deswegen läuft in den USA nach wie vor ein umfangreicher Streik von Synchronsprechern, die für Spieleentwickler tätig sind.

Zusammenfassung
  • PlayStation-Chef sieht wachsende Rolle von KI in der Spieleentwicklung
  • KI wird, laut Hulst, den menschlichen Touch nicht ersetzen können
  • Balance zwischen KI-Innovationen und handgemachten Inhalten erforderlich
  • Große Publisher setzen verstärkt auf KI zur Kostenreduzierung
  • KI-Einsatz führt zu weniger Aufträgen für Synchronsprecher
  • Streik von Synchronsprechern in den USA wegen KI-generierter Stimmen
  • Branche ringt mit Chancen und Risiken des KI-Einsatzes

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