Apple Intelligence: KI-Funktionen kommen bald per Software-Update

Im Rahmen des Glowtime-Events hat Apple nicht nur sein neues iPhone 16 vorgestellt, sondern auch die Apple Intelligence-Funktionen gezeigt, die für die Besitzer des neuen Smartphones verfügbar sein werden. Dabei wird klar, dass Apple ein Versprechen nicht ganz halten kann.
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Apple Intelligence als Herzstück des iPhone 16

Das iPhone 16 "legt die Messlatte für das, was ein iPhone kann, höher". So leitete Apple-CEO Tim Cook die Vorstellung der KI-Funktionen ein, die mit dem neuen Smartphone aus Cupertino kommen.

Apple Intelligence ist tief im iPhone 16 integriert. Mit dem neuen A18-Chip werden laut Apple komplett neue Dinge möglich. Der Chip hat dazu eine Neural Engine mit 16 Kernen. Außerdem stehen ihm 17 Prozent mehr Bandbreite zur Datenübertragung zur Verfügung. Das ermöglicht dem Telefon einen schnelleren Zugriff auf die KI-Modelle.

Apple Intelligence, A18-Chip und mehr: Das Apple iPhone 16 im Video

Doch nicht alles lokal auf den Geräten

Bei denen handelt es sich um mehrere multimodale Modelle, die speziell auf die neue Hardware abgestimmt sind und unterschiedliche Funktionen übernehmen. Sie arbeiten jedoch nicht, wie von Apple ganz zu Anfang versprochen, komplett lokal. So werden, wie bei anderen Anbietern auch, während des Gebrauchs der KI Daten in die Cloud geschickt. Apple nennt das "Private Cloud Compute".

Dabei seien die Daten jedoch gut geschützt, versichert man. Denn sie sollen zu keinem Zeitpunkt abgespeichert oder mit Apple geteilt werden. Außerdem werden sie einzig für die Erledigung der Aufgaben verwendet, die der Nutzer erledigt sehen möchte. Welche Modelle im Rahmen welcher Funktionen die Daten an die Cloud senden, verriet man allerdings nicht. Ein paar konkrete Funktionen wurden dennoch beleuchtet.

Texte bearbeiten und Bilder finden

So lassen sich mit Apple Intelligence Texte umschreiben, die Ausdrucksweise kann angepasst werden, oder die KI überprüft Rechtschreibung und Grammatik. Zudem lassen sich individuelle Emojis mithilfe eines simplen Text-Prompts erstellen und sofort per Textnachricht verschicken. Sogar ganze Bilder können mithilfe der künstlichen Intelligenz im "Image Playground" erstellt werden. Apple iPhone 16Bilder lassen sich in verschiedenen Stilen anfertigen Auch bei echten Fotos hilft die KI. So kann sie bestimmte Bilder anhand einer kurzen Textbeschreibung ausfindig machen. Das funktioniert sogar mit ganz spezifischen Stellen in einem Video. Zudem lassen sich Slideshows und Montagen zu Ereignissen anlegen, zu denen es mehrere Bilder und Videoaufnahmen gibt.

Auch im Bereich der Produktivität liefert Apple Intelligence einige Funktionen. In der E-Mail-Übersicht werden nun kurze Zusammenfassungen der Nachrichteninhalte angezeigt. Auch die Benachrichtigungen auf dem Telefon werden von der KI verwaltet. So sorgt sie dafür, dass die wichtigsten Notifikationen immer ganz oben angezeigt werden und so nicht untergehen.

Apple iPhone 16Apple iPhone 16Apple iPhone 16Apple iPhone 16

Siri 2.0

Siri profitiert ebenfalls. Die digitale Assistentin versteht Anfragen der Nutzer jetzt auch, wenn Sätze unterbrochen oder nicht zu Ende formuliert werden. Zudem können Fragen in Zukunft auch per Text gestellt werden. So lässt sich Siri auch dann verwenden, wenn man sich in einer Umgebung befindet, in der keine Sprachanfrage möglich ist. Auch was auf dem Bildschirm des iPhones passiert, weiß Siri jetzt. Denn sie ist fortan "onscreen aware" und kann etwa Auskünfte über angezeigte Bilder geben. Apple iPhone 16Siri lässt sich nun auch per Texteingabe nutzen

Nutzer müssen noch etwas auf die KI warten

Diese und noch weitere KI-Funktionen stehen allen zukünftigen Besitzern eines iPhone 16 kostenlos zur Verfügung, wie Apple betonte. Allerdings nicht zur Markteinführung des neuen Smartphones. Die beschriebenen Features kommen zunächst nur im Rahmen eines Beta-Updates im Oktober auf die Geräte.

Video: Das kann Apple Intelligence auf dem neuen iPhone 16

Neben den iPhone 16-Modellen erhalten zudem das iPhone 15 Pro, iPhone 15 Pro Max und die iPads sowie Macs mit mindestens dem M1-Chip das Update.

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Zuerst sind die KI-Funktionen allerdings nur in Englisch nutzbar. Erst 2025 sollen weitere Sprachen hinzukommen. Deutsch wurde im Gegensatz zu Französisch, Japanisch und Spanisch nicht separat erwähnt. Ob oder welche grundsätzlichen Einschränkungen es für europäische Anwender bei der Nutzung von Apple Intelligence gibt, wurde während der Präsentation ebenfalls nicht angesprochen.

Erst mit der offiziellen Veröffentlichung von iOS 18.1, iPadOS 18.1 und macOS Sequoia 15.1 gibt es die KI dann für wirklich alle. Das entsprechende Update für die Betriebssysteme kommt "in den kommenden Monaten".

Zusammenfassung
  • iPhone 16 mit neuen Apple Intelligence KI-Funktionen vorgestellt
  • Apple CEO Tim Cook präsentiert A18 Chip mit 16-Kern Neural Engine
  • 17% mehr Bandbreite für schnelleren Zugriff auf KI-Modelle im iPhone 16
  • Einige KI-Funktionen benötigen Datenübertragung in die Private Cloud
  • KI unterstützt Textbearbeitung, Emoji-Erstellung und Bildgenerierung
  • Siri wird verbessert und kann unvollständige Sätze verstehen
  • Apple Intelligence kommt mit kostenlosem Software-Update in den nächsten Monaten
  • KI-Funktionen zunächst nur auf Englisch, ab 2025 in mehr Sprachen verfügbar

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