Apple Intelligence: Verschiebungen, fehlende Features, kein EU-Start

Apple kämpft mit Verzögerungen bei der Einführung seiner KI-Funktionen. Die schrittweise Implementierung von Apple Intelligence könnte auch Folgen für die Verkäufe des iPhone 16 haben. Experten sehen durchaus schwerwiegende Herausforderungen für den Konzern.
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Update vom Apple iPhone-Event 2024

Mittlerweile hat Apple seine neuen iPhone 16 (Pro)-Modelle, die Apple Watch Series 10 und neue AirPods 4 auf dem "It's Glowtime"-Event vorgestellt. Ebenso sprach das Unternehmen über alle Details zu iOS 18, Apple Intelligence (KI) und vieles mehr. Hier ein Überblick der wichtigsten Themen:


Holpriger Start für Apples KI-Offensive

Apple ist derzeit mit zahlreichen Hürden bei der Einführung seiner neuen KI-Plattform Apple Intelligence konfrontiert. Wie der renommierte Bloomberg-Journalist Mark Gurman in seinem "Power On"-Newsletter berichtet, verzögert sich die Veröffentlichung wichtiger KI-Funktionen. Dies könnte auch direkte Auswirkungen auf den Verkaufserfolg des kommenden iPhone 16 haben.

Ursprünglich hatte Apple geplant, einen Großteil der KI-Features mit iOS 18.1 im Oktober auszurollen. Nun sollen einige Funktionen erst mit iOS 18.2 im Dezember folgen. Betroffen sind unter anderem die Bildgenerierung namens Image Playground sowie Genmoji, ein KI-Tool zur Erstellung von Emojis aus Texteingaben.

Schrittweise Einführung

Die verzögerte und gestaffelte Einführung von Apple Intelligence könnte den erhofften sogenannten "Superzyklus" beim iPhone 16 gefährden. Analysten hatten spekuliert, dass die KI-Funktionen - ähnlich wie einst 5G - viele Nutzer zum Upgrade bewegen könnten. Doch nun zeichnet sich ab, dass die vollständige KI-Integration erst irgendwann einmal 2025 abgeschlossen sein wird.

Zu den Features, die bereits mit iOS 18.1 kommen sollen, gehören:

  • Zusammenfassung von Benachrichtigungen und Webinhalten
  • Tools zur Verbesserung von Texten
  • Entfernen von Personen oder Objekten aus Bildern
  • Automatische Transkription von Telefonaten
  • Priorisierung wichtiger E-Mails in Apple Mail

Interessanterweise wird die mit einiger Spannung erwartete ChatGPT-Integration in Siri ebenfalls erst 2025 erwartet. Ein weiteres Problem für Apple: In den Schlüsselmärkten Europäische Union und China wird Apple Intelligence zunächst gar nicht verfügbar sein. Grund dafür sind regulatorische Herausforderungen, insbesondere der Digital Markets Act in der EU.

Kurz erklärt: Das ist Apple Intelligence für iPhone, iPad und Mac

Apple steht nun vor der Aufgabe, den Nutzen seiner KI-Plattform zu vermitteln. Gurman betont: "Viele Verbraucher verstehen nicht, warum sie Apple Intelligence überhaupt brauchen, und es wird Monate dauern, bis das Unternehmen die Vorteile der Technologie erklärt hat."

Die schrittweise Einführung von Apple Intelligence könnte sich negativ auf die Verkaufszahlen des iPhone 16 auswirken. Ohne bahnbrechende neue Funktionen und mit einem Design, das dem Vorgängermodell stark ähnelt, fehlen dem Gerät laut Meinungen vieler Marktbeobachter entscheidende Kaufanreize. Experten sehen daher erst für das iPhone 17 im Jahr 2025 die Chance auf einen echten Verkaufsboom.

Apple ist (zu?) vorsichtig

Es ist nicht das erste Mal, dass Apple bei der Einführung neuer Technologien einen vorsichtigen Ansatz wählt. Schon bei der Integration von 3G, NFC oder 5G zeigte sich der Konzern zurückhaltend und führte die Funktionen erst ein, als sie ausgereift waren. Diese Strategie hat sich in der Vergangenheit oft bewährt, da Apple so Kinderkrankheiten vermeiden und eine hohe Qualität sicherstellen konnte. Im Fall von KI steht Apple jedoch unter besonderem Druck. Konkurrenten wie Google und Samsung haben bereits KI-Funktionen in ihre Smartphones integriert.

Was haltet ihr von Apples KI-Strategie? Ist der vorsichtige Ansatz richtig oder droht Apple hier, den Zug zu verpassen?
Zusammenfassung
  • Apple kämpft mit Verzögerungen bei neuen KI-Funktionen
  • Verkaufsboom des iPhone 16 könnte durch Verzögerungen gebremst werden
  • KI-Features wie "Image Playground" erst ab Dezember verfügbar
  • Vollständige KI-Integration bei Apple erst für 2025 geplant
  • EU und China erhalten Apple Intelligence aufgrund regulatorischer Hürden nicht
  • ChatGPT-Integration in Siri wird ebenfalls erst 2025 erwartet
  • Experten sehen erst für das iPhone 17 im Jahr 2025 einen Verkaufsboom

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