Wie 192.168.0.x: ICANN reserviert .internal als TLD für lokale Zwecke

Eine neue Top-Level-Domain soll zukünftig dafür reserviert sein, interne Dienste in lokalen Netzen ansprechbar zu machen. Solch eine Sonderstellung gibt es bisher bereits für einige IPv4-Adressblöcke, die viele Nutzer aus ihrer Router-Konfiguration kennen.
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Konfliktfrei unterwegs

Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) will die TLD .internal für interne Dienste in lokalen Netzwerken reservieren, berichtet das Magazin The Register. Das soll helfen, diese für die Nutzer leichter erreichbar zu machen, und gleichzeitig dafür sorgen, dass es garantiert nicht zu Konflikten mit externen Angeboten kommt.

Im Bereich der IPv4-Adressen sind derzeit die Blöcke 10.0.0.0 bis 10.255.255.255, 172.16.0.0 bis 172.31.255.255 und 192.168.0.0 bis 192.168.255.255 für die Organisation lokaler Netzwerke reserviert. Entsprechend werden die meisten Nutzer die damit verbundenen Adressen kennen. So ist der Home-Router etwa häufig unter der Adresse 192.168.0.1, 192.168.1.1 oder die bekannte FritzBox unter 192.168.178.1 ansprechbar und allen anderen Geräte im heimischen Netz wird entsprechend vom Router eine 192.168.x.x-Adresse zugewiesen.


Auch hier ist es allerdings so, dass die Nummern-Adressen für Anwender nicht leicht zu merken sind. In manchen Fällen werden sie daher vom internen DNS-Server des Routers auch über lokal wirksame Adressen zugänglich gemacht - so erreicht man eine FritzBox in der Regel über die Eingabe von fritz.box im Adressfeld des Browsers.

Keine Registrierung

Bei solchen Eigenlösungen einzelner Hersteller würde es aber zu Problemen kommen, wenn die dabei genutzte TLD irgendwann einmal offiziell registriert und für normale Domains benutzt wird. Die Folge wären Konflikte, bei denen dann entweder ein Dienst im Internet nicht zugänglich wäre, weil die Nutzer immer beim lokalen System mit dem gleichen Namen landen.

Die Lösung wird also zukünftig darin bestehen, dass .internal-Adressen für lokale Zwecke genutzt werden können und es garantiert ist, dass es nicht zu entsprechenden Problemen kommt. Es ist nicht notwendig, eigene .internal-Adressen irgendwo zu registrieren - die ICANN garantiert durch die Reservierung lediglich, dass sie nie für Dienste genutzt wird, die über das offene Internet erreichbar sein sollen.

Zusammenfassung
  • ICANN plant Reservierung der TLD .internal für lokale Netzwerke
  • Neue Top-Level-Domain soll interne Dienste leichter zugänglich machen
  • Garantie, dass keine Konflikte mit externen Angeboten entstehen
  • IPv4-Adressblöcke wie 192.168.0.0/16 bereits für lokale Netze reserviert
  • Nutzer erreichen Geräte oft über schwer merkbare Nummern-Adressen
  • Herstellerspezifische Lösungen könnten zu Konflikten führen
  • .internal-Adressen benötigen keine Registrierung und sind nicht im Internet nutzbar

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