Durchbruch: Stärkstes Magnetfeld in einem Fusionsplasma-Experiment

Magnetfelder zu beherrschen, spielt bei Fusionsreaktoren eine entscheidende Rolle. Jetzt vermelden Wissenschaftler in dieser Hinsicht einen neuen Rekord. Sie haben erfolgreich das stärkste Magnetfeld, das je in einem Fusionsplasma-Experiment erzeugt wurde, eingesetzt.
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Der nächste Schritt Richtung Fusion

Fusionsreaktoren als Stromquelle können nur Realität werden, wenn es gelingt, ein heißes, stabiles Plasma aufrechtzuerhalten. Das ist bei den meisten aktuell verfolgten Ansätzen nur mit fortschrittlichen Magnetfeldern und Steuerungssystemen möglich. Forscher von Realta Fusion und der University of Wisconsin vermelden in dieser Hinsicht jetzt einen neuen Rekord.

Wie das Forscherteam in einer Mitteilung schreibt, ist es gelungen, das stärkste stabile Magnetfeld zu erzeugen, das je in einem Experiment mit Fusionsplasma gemessen wurde. Sie sprechen von einem "bedeutenden Schritt" auf dem Weg zu kommerzieller Fusionsenergie. Demnach wurde ein Plasma erfolgreich mit einer magnetischen Feldstärke von 17 Tesla gehalten. Wisconsin HTS Axisymmetric Mirror (WHAM) ExperimentEingeschlossenes Plasma, Feldstärke: 17 Tesla

Alte Idee

Das Team setzt beim Wisconsin HTS Axisymmetric Mirror (WHAM) Experiment auf die Idee des "Magnetischen Spiegels", die schon in den 1980er-Jahren als sehr vielversprechend galt, aber erst durch Fortschritte in Computer- und Materialtechnik weiter vorangetrieben werden konnte.

Wie das Team erläutert, konnte man als erstes sogenannte Hochtemperatur-Supraleitermagnete (HTS) für das Experiment nutzen. Der Rekord gelang dann in der Kombination mit mehreren Hochleistungs-Plasmaheizsystemen und einer fortschrittlichen Plasmasteuerung.

"Mit dem WHAM-Experiment haben wir Fortschritte in der Supraleitertechnologie und der Plasmaphysik zusammengeführt, um das Potenzial des kompakten magnetischen Spiegels als Fusionsenergiesystem zu demonstrieren", so Professor Cary Forest von der University of Wisconsin.

Zusammenfassung
  • Neuer Rekord bei Magnetfeldern in Fusionsplasma-Experimenten erreicht
  • Forscherteam von Realta Fusion und University of Wisconsin meldet Erfolg
  • Stärkstes stabiles Magnetfeld von 17 Tesla in Fusionsplasma gehalten
  • WHAM-Experiment nutzt fortschrittliche Magnet- und Plasmatechnologien
  • Einsatz von Hochtemperatur-Supraleitermagneten ermöglichte den Durchbruch
  • Kombination mit Hochleistungsheizsystemen und Plasmasteuerung essenziell

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