Wachwechsel bei Microsoft-Veteranen:
Ballmer jetzt reicher als Gates
Unter den Microsoft-Veteranen hat es einen Platzwechsel gegeben. Gründer Bill Gates ist nicht mehr nur längst nicht mehr der wohlhabendste Mensch der Welt, sondern wurde nun sogar von seinem Nachfolger an der Konzernspitze Steve Ballmer überholt.
Für die Entwicklung gibt es einen klaren Grund: Sowohl Gates' als auch Ballmers Vermögen besteht zu einem großen Teil aus Aktienbesitz. Gates hat sein Portfolio mit der Zeit aber diversifiziert, also in einer größeren Breite von Unternehmen angelegt. Das reduziert das Risiko, bringt aber auch geringere Renditen hervor.
Ballmers Vermögen besteht hingegen zu rund 90 Prozent aus Microsoft-Aktien. Er ist weiterhin der größte Einzelaktionär des Software-Konzerns. Da der Kurs des Redmonder Unternehmens in den letzten Jahren rasant gestiegen ist, wurde eben auch Ballmer immer reicher, ohne dass er dafür noch irgendetwas hätte machen müssen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass er komplett auf seinem Vermögen sitzen würde. Ballmer tätigte bereits mehrere Großspenden an verschiedene Universitäten und gab auch die Anschubfinanzierung der Organisation USAFacts. Diese soll gegenüber der Öffentlichkeit mehr Transparenz und Verständnis darüber schaffen, wie die Steuermittel der US-Regierung eingesetzt werden und was dies für Auswirkungen hat.
Siehe auch:
- Bill Gates von Steve Ballmer im Vermögen überholt
- Ballmer jetzt mit 157,2 Milliarden Dollar bewertet
- Gates liegt mit 156,7 Milliarden knapp dahinter
- Ballmers Reichtum basiert auf 90% Microsoft-Aktien
- Gates diversifizierte sein Portfolio breiter
- Gates investiert viel in die Gates-Foundation
- Ballmer spendet für Bildung und USAFacts
Ballmer profitiert vom Microsoft-Kurs
Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg bringt es Ballmer jetzt auf ein Vermögen von 157,2 Milliarden Dollar. Damit wird er in der jüngsten Ausgabe des Bloomberg Billionaires Index aktuell als sechstreichste Person der Welt gelistet. Bill Gates liegt mit 156,7 Milliarden Dollar nur knapp hinter seinem Ex-Kollegen, den er als ersten richtigen Manager in das Software-Unternehmen holte.Für die Entwicklung gibt es einen klaren Grund: Sowohl Gates' als auch Ballmers Vermögen besteht zu einem großen Teil aus Aktienbesitz. Gates hat sein Portfolio mit der Zeit aber diversifiziert, also in einer größeren Breite von Unternehmen angelegt. Das reduziert das Risiko, bringt aber auch geringere Renditen hervor.
Ballmers Vermögen besteht hingegen zu rund 90 Prozent aus Microsoft-Aktien. Er ist weiterhin der größte Einzelaktionär des Software-Konzerns. Da der Kurs des Redmonder Unternehmens in den letzten Jahren rasant gestiegen ist, wurde eben auch Ballmer immer reicher, ohne dass er dafür noch irgendetwas hätte machen müssen.
Weniger Spenden
Es gibt aber auch noch einen zweiten Faktor, der zu dem Positionswechsel führte. Bill Gates hat inzwischen einen beträchtlichen Teil seines Vermögens in die Gates-Foundation überführt, die damit wohltätige Projekte finanziert. Ballmer hingegen ist nicht gerade dafür bekannt, sich philanthropisch zu engagieren.Das bedeutet allerdings nicht, dass er komplett auf seinem Vermögen sitzen würde. Ballmer tätigte bereits mehrere Großspenden an verschiedene Universitäten und gab auch die Anschubfinanzierung der Organisation USAFacts. Diese soll gegenüber der Öffentlichkeit mehr Transparenz und Verständnis darüber schaffen, wie die Steuermittel der US-Regierung eingesetzt werden und was dies für Auswirkungen hat.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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