Geformt vom Urknall: Bisher größte Struktur im Universum entdeckt
Die immer genauere Vermessung des Universums fördert weiterhin überraschende Funde ans Licht. Jetzt haben Astronomen die größte bislang bekannte Struktur im Universum entdeckt, die wohl auf früheste Vorgänge nach dem Urknall zurückgeht.
Im frühen Universum waren Materie beziehungsweise Energie als Plasma vorhanden. Hier handelte es sich allerdings nicht um eine ruhige, gleichmäßige Verteilung, sondern es gab ein Wabern zwischen verschiedenen Bereichen mit unterschiedlicher Dichte, was sich in Wellen durch das Plasma schob. Als sich das Universum weit genug ausgedehnt und abgekühlt hatte, wurden diese Ungleichheiten verfestigt und zeigen sich bis heute in unterschiedlichen Materiekonzentrationen.
"Wir haben gar nicht danach gesucht. Die Struktur ist so riesig, dass sie bis an den Rand des von uns untersuchten Himmelssektors reicht", sagte Brent Tully, Leiter der Studie und Astronom an der Universität von Hawaii. "Als eine Erhöhung der Dichte von Galaxien ist es ein viel stärkeres Merkmal als erwartet. Der sehr große Durchmesser von einer Milliarde Lichtjahren liegt jenseits der theoretischen Erwartungen."
Die Blase wurde mithilfe der Datensätze gefunden, die 2022 unter der Bezeichnung Cosmicflows-4 veröffentlicht wurden. Dabei handelt es sich um eine Zusammenstellung präziser Entfernungen zwischen zehntausenden Galaxien. Ursprünglich diente dies Analysen zum Supercluster Laniakea, einer Struktur aus rund 100.000 Galaxien, zu der auch die Milchstraße gehört. Dieser ist rund 520 Millionen Lichtjahre groß.
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Erstarrtes Wabern
Bei der Struktur handelt es sich um eine der sogenannten Baryonischen akustischen Oszillationen (BAO), die zumindest in der Theorie bereits diskutiert wurden. Praktisch präsentiert sich diese nun als Kugel mit einer höheren Dichte an Galaxien, die einen Durchmesser von rund einer Milliarde Lichtjahren hat.Im frühen Universum waren Materie beziehungsweise Energie als Plasma vorhanden. Hier handelte es sich allerdings nicht um eine ruhige, gleichmäßige Verteilung, sondern es gab ein Wabern zwischen verschiedenen Bereichen mit unterschiedlicher Dichte, was sich in Wellen durch das Plasma schob. Als sich das Universum weit genug ausgedehnt und abgekühlt hatte, wurden diese Ungleichheiten verfestigt und zeigen sich bis heute in unterschiedlichen Materiekonzentrationen.
"Wir haben gar nicht danach gesucht. Die Struktur ist so riesig, dass sie bis an den Rand des von uns untersuchten Himmelssektors reicht", sagte Brent Tully, Leiter der Studie und Astronom an der Universität von Hawaii. "Als eine Erhöhung der Dichte von Galaxien ist es ein viel stärkeres Merkmal als erwartet. Der sehr große Durchmesser von einer Milliarde Lichtjahren liegt jenseits der theoretischen Erwartungen."
Fast ein Zufallsfund
Die Forscher auf Hawaii haben die Struktur auf den Namen Ho'oleilana getauft. Dieser stammt aus dem hawaiianischen Schöpfungsgesang Kumulipo. Ho'oleilana beschreibt dort den Ursprung der Struktur und steht in Beziehung zu den Sternen und dem Mond.Die Blase wurde mithilfe der Datensätze gefunden, die 2022 unter der Bezeichnung Cosmicflows-4 veröffentlicht wurden. Dabei handelt es sich um eine Zusammenstellung präziser Entfernungen zwischen zehntausenden Galaxien. Ursprünglich diente dies Analysen zum Supercluster Laniakea, einer Struktur aus rund 100.000 Galaxien, zu der auch die Milchstraße gehört. Dieser ist rund 520 Millionen Lichtjahre groß.
Zusammenfassung
- Größte bekannte Struktur im Universum entdeckt
- Kugelförmige Struktur mit hoher Galaxiendichte
- Entstand durch Dichteunterschiede im frühen Plasma-Universum
- Struktur reicht bis an den Rand des untersuchten Himmelssektors
- Entdeckt von Astronom Brent Tully, Universität von Hawaii
- Name Ho'oleilana, bezogen auf hawaiianischen Schöpfungsgesang
- Entdeckt durch Analyse von Cosmicflows-4 Daten
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