Webb findet Zwilling der Milchstraße - eine Milliarde Lichtjahre entfernt
Das neue James Webb Space Telescope (JWST) kann einmal mehr mit einer bisher unerreichten Detail-Genauigkeit seiner Aufnahmen beeindrucken: Es lieferte das Bild eines weit entfernten Zwillings unserer Heimat-Galaxie in hohem Detailgrad.
Astronomen hatten das Teleskop auf einen kleinen Ausschnitt des Himmels im Sternbild Herkules ausgerichtet, auf dem mit bloßem Auge von der Erde aus nicht viel zu sehen ist. Die Aufnahme des JWST zeigte jedoch tausende Galaxien - davon eine in beeindruckender Größe: Es handelt sich um die Spiralgalaxie LEDA 2046648.
Diese sieht der großen Andromeda-Galaxie M31 oder ihrem Zwilling, unserer eigenen Milchstraße, zum Verwechseln ähnlich - mit dem Unterschied, dass die LEDA-Galaxie eine Milliarde Lichtjahre entfernt ist. Als das Licht ausgesandt wurde, das das Teleskop jetzt auffing, waren auf der Erde also gerade die ersten mehrzelligen Organismen entstanden und machten sich auf den Weg, die Sprossen der Evolutionsleiter zu erklimmen und Millionen Jahre später zu Pflanzen, Fischen, Dinosauriern und Menschen zu werden.
Das Bild der LEDA-Galaxie wurde bereits am 22. Mai 2022 aufgenommen, als Astronomen der Europäischen Weltraumorganisation ESA das Arbeitspferd des Teleskops, die Infrarot-Kamera NIRCam, testeten. Die vorläufigen Ergebnisse der damit getätigten tiefen Blicke in die Vergangenheit haben die Wissenschaftler bereits überrascht, denn sie deuten darauf hin, dass es mehr frühe Galaxien und massereiche schwarze Löcher geben könnte, als in den traditionellen Modellen zur Entstehung des Kosmos vorhergesagt wurde.
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Diese sieht der großen Andromeda-Galaxie M31 oder ihrem Zwilling, unserer eigenen Milchstraße, zum Verwechseln ähnlich - mit dem Unterschied, dass die LEDA-Galaxie eine Milliarde Lichtjahre entfernt ist. Als das Licht ausgesandt wurde, das das Teleskop jetzt auffing, waren auf der Erde also gerade die ersten mehrzelligen Organismen entstanden und machten sich auf den Weg, die Sprossen der Evolutionsleiter zu erklimmen und Millionen Jahre später zu Pflanzen, Fischen, Dinosauriern und Menschen zu werden.
Kosmischer Vordergrund
Trotz der gigantischen Entfernung erscheint LEDA 2046648 quasi im Vordergrund des Bildes. Denn das JWST ist in der Lage, weiter ins Universum und damit in dessen Vergangenheit hinauszuschauen als alle bisherigen Instrumente der Menschheit. Einige der kleinsten und kaum sichtbaren Punkte auf dem Foto dürften daher Galaxien sein, die relativ kurz nach der Entstehung des Universums durch den Urknall entstanden und weiter als 13 Milliarden Lichtjahre entfernt sind.Das Bild der LEDA-Galaxie wurde bereits am 22. Mai 2022 aufgenommen, als Astronomen der Europäischen Weltraumorganisation ESA das Arbeitspferd des Teleskops, die Infrarot-Kamera NIRCam, testeten. Die vorläufigen Ergebnisse der damit getätigten tiefen Blicke in die Vergangenheit haben die Wissenschaftler bereits überrascht, denn sie deuten darauf hin, dass es mehr frühe Galaxien und massereiche schwarze Löcher geben könnte, als in den traditionellen Modellen zur Entstehung des Kosmos vorhergesagt wurde.
Zusammenfassung
- JWST liefert eindrucksvolles Bild ferner Galaxien.
- Galaxie ähnelt unserer eigenen Milchstraße.
- Licht der Galaxie stammt aus der Zeit vor mehrzelligen Organismen.
- JWST ermöglicht tiefe Blicke in die Vergangenheit.
- Ergebnisse deuten auf mehr frühe Galaxien und schwarze Löcher hin.
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