Mobilfunk: Alle Netzbetreiber versagen bei Beseitigung weißer Flecken

Die Mobilfunkbetreiber berichten oft und gern über ihre Fortschritte beim Netzausbau. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie die Zielvorgaben auch erreichen würden. Hier sollen Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica allesamt hinterherhinken. Insbesondere bei der Aufgabe, die Funklöcher in der 4G-Infrastruktur zu schließen, kommen die Netzbetreiber zu langsam voran, teilte die Bundesnetzagentur in einem Bericht an ihren Beirat mit. Das hat die Nachrichtenagentur DPA erfahren. Die behördlichen Auflagen zum Netzausbau, an die unter anderem die Zuteilung von Funkfrequenzen gebunden ist, werden wohl alle drei nicht erfüllen.

Als die Bundesnetzagentur 2019 neue Funkspektren an die Mobilfunker lizenzierte, wurden diese verpflichtet, bis zum Ende dieses Jahres rund 500 weiße Flecken zu beseitigen. Damit dies schnell geht, sollte sich jeder Netzbetreiber um ein Drittel der Fehlstellen kümmern, dort einen Funkmast aufbauen und dafür sorgen, dass dieser von den beiden anderen jeweils mitbenutzt werden kann.

Schuld ist unklar

Rein rechnerisch müsste also jeder der Netzbetreiber bis Silvester über 160 neue Standorte erschlossen und mit der nötigen Technik ausgestattet haben. Dem Bericht zufolge wurde bisher aber nur ein Bruchteil an die Bundesnetzagentur gemeldet: Von der Telefonica 45, von der Telekom 28 und von Vodafone 12.

Die Netzbetreiber betonen, dass sie mit Hochdruck am Netzausbau arbeiten. Generell ist es auch nicht unbedingt möglich, sie allein für alle Probleme verantwortlich zu machen, weshalb es wahrscheinlich auch keine nennenswerten Strafen für die Verzögerungen geben wird. Woran es liegt, dass in einem Funkloch noch keine Anlage steht, muss im Einzelfall geprüft werden. Es gibt nämlich durchaus auch Fälle, in denen die Netzbetreiber zwar etwas unternehmen wollen, Behörden oder Kommunen ihnen aber Steine in den Weg legen.

In den meisten Fällen handelt es sich auch nicht um vollständige Funklöcher. 2G-Empfang zum Telefonieren ist hier dann durchaus vorhanden, es mangelt aber eben an den breitbandigen Datenverbindungen, auf die die meisten Nutzer heute deutlich mehr Wert legen.

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