NFT-Spekulant setzt mit Rechten an erstem Tweet Millionen in den Sand

Der Hype rund um die so genannten Non-Fungible-Token (NFT) scheint sich nicht so zu entwickeln, wie so mancher Spekulant es gern sehen würde. Selbst scheinbar begehrenswerte Besitz-Urkunden finden nicht einfach so einen zahlungskräftigen Käufer.
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Diese Erfahrung musste der Unternehmer Sina Estavi jetzt machen. Dieser wurde im vergangenen Jahr bekannt, weil er den ersten Tweet des Twitter-Gründers Jack Dorsey in Form eines NFT für immerhin 2,9 Millionen Dollar gekauft hatte. Nun wollte er seine Investition vergolden und setzte diesen Besitz zum Verkauf an. Als Richtpreis wurden dabei 48 Millionen Dollar aufgerufen, von denen die Hälfte für gemeinnützige Zwecke gespendet werden sollte.

Das Interesse hielt sich allerdings arg in Grenzen. Als sich das Auktionsfenster gestern schloss, waren gerade einmal sieben Gebote abgegeben worden. Und die dabei offerierten Beträge lagen nicht einfach nur unter dem, was Estavi haben wollte, sondern beliefen sich auf verschwindend geringe Beträge.

Das ist zu wenig

Das kleinste Gebot lag bei gerade einmal 0,0019 Ethereum-Einheiten, was zum Zeitpunkt der Deadline einem Wert von 6 Dollar entsprach. Der spendabelste Bieter setzte 0,09 Ethereum-Einheiten an, das wären 277 Dollar gewesen. Somit war nicht einmal jemand bereit auch nur annähernd den Kaufpreis des letzten Jahres zu investieren, um an das fragliche NFT zu kommen.

Estavi war wenig überraschend nicht bereit, seinen Besitz für die gebotenen Beträge abzutreten. "Die Frist, die ich mir gesetzt habe, ist abgelaufen, aber wenn ich ein gutes Angebot bekomme, könnte ich es annehmen, vielleicht verkaufe ich es auch nie", sagte Estavi am Mittwoch per WhatsApp-Nachricht gegenüber dem Magazin CoinDesk. Das würde im Grunde bedeuten, dass er seine Millionen-Investition in die virtuelle Besitz-Urkunde komplett abschreiben könnte. Dabei hätte er das Geld wahrscheinlich gut gebrauchen können, nachdem seine Unternehmungen im letzten Jahr weitgehend kollabierten, als Estavi in seinem Geburtsland Iran verhaftet und für einige Zeit festgehalten wurde.

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