Biden sammelt Truppen: Tech-Konzerne bauen neues Security-Bollwerk
Die Situation in der IT-Security wird gefühlt immer schlimmer. Von den USA aus soll nun aber die Gegenoffensive starten. US-Präsident Joe Biden hat die großen Technologie-Konzerne des Landes darauf eingeschworen und ihnen konkrete Zusagen abgerungen.
Vor allem die Ransomware-Szene hatte in den vergangenen Monaten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt und mit ihren Erpressungs-Feldzügen sogar wichtige Infrastruktur-Unternehmen wie Pipeline-Betreiber lahmgelegt. Aber auch der millionenfache Diebstahl von Nutzerdaten und die Platzierung von Spionage-Backdoors im großen Umfang sind keine Ausnahmeerscheinungen mehr.
Biden hatte daher nun Vertreter der großen IT-Konzerne der USA ins Weiße Haus einbestellt, um endlich einen neuen Kurs in diese Entwicklung zu bringen. "Die Bundesregierung kann diese Herausforderung nicht alleine angehen", sagte er laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. Und während des Treffens gab es tatsächlich Zusagen, die ziemlich konkret wurden.
Es gibt aber auch Zusagen der einzelnen Unternehmen, was diese konkret an Beiträgen leisten wollen um die Lage zu verbessern:
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Biden hatte daher nun Vertreter der großen IT-Konzerne der USA ins Weiße Haus einbestellt, um endlich einen neuen Kurs in diese Entwicklung zu bringen. "Die Bundesregierung kann diese Herausforderung nicht alleine angehen", sagte er laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. Und während des Treffens gab es tatsächlich Zusagen, die ziemlich konkret wurden.
Konkrete Maßnahmen
Unter der Führung des National Institute of Standards and Technology (NIST) werden die Unternehmen nun neue Wegweiser für Wirtschaft und Gesellschaft erarbeiten, um in der IT-Sicherheit voranzukommen. Das betrifft beispielsweise die Ausarbeitung von Richtlinien, nach denen sicherere Technologien entwickelt werden können. Und man war sich auch weitgehend einig, dass der Einsatz von Open Source-Software vorangetrieben werden soll, da diese es zumindest leichter macht, Probleme ausfindig zu machen.Es gibt aber auch Zusagen der einzelnen Unternehmen, was diese konkret an Beiträgen leisten wollen um die Lage zu verbessern:
- Microsoft will über die kommenden fünf Jahre hinweg 20 Milliarden Dollar in die Verbesserung der Sicherheits-Infrastruktur der USA investieren.
- Google sagte für den gleichen Zeitraum 10 Milliarden Dollar zu und will darüber hinaus 100.000 Fachkräfte im IT-Security-Bereich ausbilden.
- Amazon wird kostenlose Cybersecurity-Kurse für die Öffentlichkeit anbieten und ab Oktober damit beginnen, seine Cloud-Kunden mit Token-Geräten für die Multi-Faktor-Authentifizierung auszustatten.
- IBM wird in den kommenden drei Jahren 150.000 Personen in Sachen IT-Sicherheit ausbilden und dabei vor allem auch mit Bildungseinrichtungen zusammenarbeiten, die vorrangig von Schwarzen und anderen ethnischen Minderheiten besucht werden.
- Apple will gemeinsam mit seinen Zulieferern dafür sorgen, dass die Multi-Faktor-Authentifizierung unter normalen Nutzern zum Standard wird, darüber hinaus soll es ebenfalls Bildungsangebote geben. Der Konzern will sich außerdem auf eine Optimierung der Verfahren zur Meldung und Behebung von Sicherheitslücken konzentrieren.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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