Neue Kontaktlinse soll viel besser bei Rot-Grün-Farbsehschwäche helfen

Schon jetzt gibt es Methoden, die Menschen mit Rot-Grün-Farbseh­schwäche helfen können, diese abzumildern. Diese müssen individuell angepasst werden und bringen andere Nachteile mit. Forscher haben jetzt eine Kontaktlinse entwickelt, die alles besser machen soll.
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Bisherige Lösungen haben Probleme, die neue Linse soll sie lösen

Rund 9% der Männer und 0,8 % der Frauen sind von einer Rot-Grün-Farbsehschwäche betroffen. Die Einschränkungen der Wahrnehmung der Farben Rot und Grün sind dabei unterschiedlich intensiv, eine Heilung ist bis heute nicht möglich. Hilfe gibt es für Betroffene in Form von Chromagen-Brillengläser und Kontaktlinsen mit sogenannten Haploskopfiltern, die eine Farbunterscheidung erleichtert. Das größte Problem: Eine im Berufsleben definierte "Farbsehtüchtigkeit" wird mit der Lösung ebenso wenig erreicht, wie eine Zulassung nach der Straßenverkehrsordnung. Ein Forscherteam macht jetzt Hoffnung. Kontaktlinsen für Rot-Grün-Farbsehschwäche (ACS Nano)Ahmed E. Salih beschreibt auf ACS Nano den Prozess Wie ein Team rund um den Materialwissenschaftler Ahmed E. Salih im Fachmagazin ACS Nano (via Eurekalert) schreibt, sind aktuelle Lösungen in Form von Kontaktlinsen meist sperrig, außerdem kann das Linsenmaterial nicht zur Behebung von Sehproblemen verwendet werden. Jüngst gab es hier auch Ansätze mit speziell getönten Kontaktlinsen, hier hatten klinische Studien wegen austretender Farbpartikel aber Sorgen geweckt. Die Lösung der Forscher: Sie lassen sich von der Jahrzehnte alten Goldrubinglas-Technik inspirieren und nutzen für ihre Kontaktlinsen Goldpartikel mit spezifischen Lichtbrechungs-Eigenschaften.

Inspiriert von Goldrubinglas-Technik

Um ihre Kontaktlinsen für Rot-Grün-Farbsehschwäche herzustellen, mischten die Forscher gleichmäßig die zuvor charakterisierten Gold-Nanopartikel in ein Hydrogel-Polymer, wodurch ein "rosafarbenes Gel" entstand. Die wichtige Eigenschaft: Das Gel filtert Licht im Bereich von 520-580 nm, also dort, wo sich Wellenlängen von Rot und Grün überschneiden. Im Labor war das Material nicht toxisch für Zellen, im nächsten Schritt streben die Forscher klinische Studien am Menschen an.
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