Stiftung Warentest nimmt sich Gütesiegel für das Online-Shopping vor
Wer online einkauft, macht das nicht unbedingt bei Händlern, die man schon von vorangegangenen Einkäufen kennt oder die allgemein bekannt sind. Dann sollen Gütesiegel für Onlineshops den Eindruck der Seriosität vermitteln.
Doch ob Gütesiegel für Onlineshops überhaupt etwas taugen, hat jetzt die Stiftung Warentest analysiert. Oder zumindest einen Versuch gestartet um herauszufinden, inwieweit solche Gütesiegel überhaupt eine Aussagekraft haben. In der neuesten Ausgabe der Stiftung Warentest (Heft 12/2019) wurden dazu die Angebote von Trusted Shops, des TÜV Süd, "Geprüfter Webshop" und das Siegel des "Vereins sicherer und seriöser Internetshopbetreiber" unter die Lupe genommen. Zwei weitere bekannte Siegel, EHI und Käufersiegel, konnten nicht getestet werden, unter anderem, da der Shopbetreiber dafür Mitglied bei den dahinterstehenden Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) beziehungsweise beim Händlerbund sein müsste.
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Die Siegel sind dabei recht unterschiedlich weit verbreitet.
Das TÜV-Siegel ist dabei noch am wenigsten gebräuchlich, laut test.de haben derzeit nur 187 Shops eine TÜV-Plakette. Gleichzeitig ist die vom TÜV vorgenommene Prüfung der Webshops aber noch die beste, es wurde auch die Technik geprüft und die schwache Verschlüsselung der Datenübertragung bemängelt.
Insgesamt kommt aber auch die Prüfung durch den TÜV Süd nur zu einem für den Verbraucher mittlere Aussagekraft des Siegels. Ebenfalls eine mittlere Aussagekraft hat Trusted Shops. Das Internetsiegel "Sicher und seriös" und "Geprüfter Webshop" sind beide für den Verbraucher nur von niedriger Aussagekraft. Das Siegel "Geprüfter Webshop" wurde dabei sogar trotz Mängel vergeben, sobald die Rechnung bezahlt war, die Beseitigung der Mängel wurde nicht geprüft.
Den ganzen Bericht findet man im Heft der Stiftung Warentest 12/2019 und online hinter einer Paywall auf test.de.
Auf YouTube ansehenPrüfung "undercover" mit eingebauten Mängeln
Die Warentester haben für diesen Versuch mit einem Shop kooperiert und durch Experten verschiedene Fehler eingebaut, die bei der Prüfung für die Siegelvergabe auffallen müssten. Dazu gehörten von "IT-Experten programmierte Sicherheitslücken in den Testshop", zudem schrieb laut Test.de ein Jurist unzulässige Klauseln in die allgemeinen Geschäftsbedingungen und in die Datenschutzbestimmungen.Es ist eine Frage des Geldes
Wichtig ist aber zu wissen, dass es sich bei keinem der Angebote um unabhängige Prüfzeichen handelt. Die Siegel sind eine Dienstleistung, die Anbieter verdienen damit Geld - entsprechend teuer und vielleicht auch in manchen Fällen kaum einkalkulierbar sind solche Angebote für kleine Shopanbieter. "Ob ein Onlineshop ein Gütesiegel trägt, ist also nicht nur eine Frage der Shopqualität, sondern auch eine des Geldes", so die Warentester.Die Siegel sind dabei recht unterschiedlich weit verbreitet.
Das TÜV-Siegel ist dabei noch am wenigsten gebräuchlich, laut test.de haben derzeit nur 187 Shops eine TÜV-Plakette. Gleichzeitig ist die vom TÜV vorgenommene Prüfung der Webshops aber noch die beste, es wurde auch die Technik geprüft und die schwache Verschlüsselung der Datenübertragung bemängelt.
Insgesamt kommt aber auch die Prüfung durch den TÜV Süd nur zu einem für den Verbraucher mittlere Aussagekraft des Siegels. Ebenfalls eine mittlere Aussagekraft hat Trusted Shops. Das Internetsiegel "Sicher und seriös" und "Geprüfter Webshop" sind beide für den Verbraucher nur von niedriger Aussagekraft. Das Siegel "Geprüfter Webshop" wurde dabei sogar trotz Mängel vergeben, sobald die Rechnung bezahlt war, die Beseitigung der Mängel wurde nicht geprüft.
Den ganzen Bericht findet man im Heft der Stiftung Warentest 12/2019 und online hinter einer Paywall auf test.de.
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