Messenger-App Signal tarnt jetzt den Absender
Der verschlüsselte Messenger-Dienst Signal will noch sicherer werden. So sollen auch die beim Versandprozess anfallenden Metadaten und damit der Absender anonymisiert werden. So will man Kommunikationswege verschleiern.
Das neue Feature wird von Signal als "Sealed Sender" bezeichnet. Zwar verschlüsselt Signal jetzt bereits den Inhalt der Nachrichten, doch gerade die Metadaten lassen oft interessante Rückschlüsse darauf zu, wer mit wem zu welchem Zeitpunkt kommuniziert hat. Gerade staatliche Behörden würden derartige Bewegungs- und Kommunikationsprofile aufstellen.
Mit "Sealed Sender" wird jetzt erreicht, dass der Server zwar den Adressaten einer Nachricht kennt, aber nicht den Absender. Demzufolge können diese Daten nicht von außen abgegriffen werden.
Damit dies funktioniert, werden mit "Sealed Sender" Informationen wie Absender und Versanddatum in den verschlüsselten Bereich der Nachricht als kurzlebiges Zertifikat verschoben.
Interessenten können sich für die Public Beta der neuen Signal-Version anmelden. Signal sichert zu, grundsätzlich keine Kontakte, Konversationslisten, Userprofile, Gruppenmitgliedschaften oder Avatare zu speichern. Die Beta soll in den nächsten Tagen starten.
Im Januar hatte Signal eine Kooperation mit Microsoft bekannt gegeben. So hat Signal für Microsoft die Technologie zur Gesprächsverschlüsselung geliefert, die sich in den "Private Conversations" bei Skype und Teams wiederfindet.
Mit "Sealed Sender" wird jetzt erreicht, dass der Server zwar den Adressaten einer Nachricht kennt, aber nicht den Absender. Demzufolge können diese Daten nicht von außen abgegriffen werden.
Mehr Sicherheit ohne Absender
"Während der Service immer wissen muss, wohin eine Botschaft geschickt werden soll, sollte er idealerweise nicht wissen, wer der Absender ist", erklärt Signal-Entwickler Joshua Lund. "Es wäre besser, wenn der Service Sendungen abwickeln würde, auf denen nur außen der Adressat angegeben ist, mit einem freien Raum, wo der Absender stehen sollte."Damit dies funktioniert, werden mit "Sealed Sender" Informationen wie Absender und Versanddatum in den verschlüsselten Bereich der Nachricht als kurzlebiges Zertifikat verschoben.
Delivery Tokens sollen Spam verhindern
Um Spam zu verhindern, wird zwischen zwei Gesprächspartnern bei der ersten Kontaktaufnahme ein sogenannter Delivery Token ausgetauscht, mit dem erst Nachrichten verschickt werden dürfen.Interessenten können sich für die Public Beta der neuen Signal-Version anmelden. Signal sichert zu, grundsätzlich keine Kontakte, Konversationslisten, Userprofile, Gruppenmitgliedschaften oder Avatare zu speichern. Die Beta soll in den nächsten Tagen starten.
Im Januar hatte Signal eine Kooperation mit Microsoft bekannt gegeben. So hat Signal für Microsoft die Technologie zur Gesprächsverschlüsselung geliefert, die sich in den "Private Conversations" bei Skype und Teams wiederfindet.
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