"Hat flachen Hintern":
Amazon zieht skurrile Schlüsse aus Käuferdaten
Amazon sammelt umfassende Daten über das Kaufverhalten. Eine im Mai eingeführte Profilseite zeigt nun, welche teils sehr intimen und kuriosen Schlüsse der Konzern daraus zieht. Nutzer können diese Angaben jedoch selbst überprüfen und anpassen.
Wer das eigene Profil überprüfen möchte, findet die Übersicht in den Kontoeinstellungen. In der mobilen App verbirgt sich der Bereich unter "Konto", gefolgt von "Einkaufseinstellungen" und "About You". Auf der Desktop-Webseite klicken Nutzer auf den eigenen Namen, navigieren zu den Einkaufseinstellungen und wählen dort "Informationen verwalten" aus. Wohlgemerkt wird das Feature bei uns nicht unterstützt. In About You lassen sich jedenfalls fehlerhafte oder zu persönliche Einträge löschen sowie eigene Angaben ergänzen, um künftige Produktempfehlungen anzupassen.
Wie Business Insider berichtet, testeten Reporter die Funktion am Dienstag mit gemischten Ergebnissen. Bei einem Redakteur nannte das Profil den Namen des Partners falsch, erkannte aber korrekt die schrittweise Aufrüstung der Küchengeräte. Bei einer Reporterin traf es die Vorliebe für Bio-Lebensmittel. Manche Profile attestierten den Käufern zudem, dass sie Menschen nicht leicht vertrauen oder fluchen, wenn sie sich erschrecken.
Der Konzern positioniert die Profilseite als Werkzeug für mehr Transparenz und Nutzerkontrolle innerhalb seiner KI-Strategie. Laut seiner Datenschutzerklärung erhält Amazon Daten aus zahlreichen Interaktionen. Neben offensichtlichen Datenquellen nutzt das Unternehmen auch Informationen aus Diskussionsforen oder Verknüpfungen mit Drittanbietern.
Wie seht ihr diese Datensammelei von Amazon? Habt ihr damit ein Problem oder ist die Möglichkeit, das einzusehen, sogar eher gut? Schreibt uns eure Meinungen!
Siehe auch:
- Amazon sammelt mit About You Annahmen über Lebensumstände von Kunden
- Einkäufe, Suchanfragen und Alexa-Gespräche dienen als Datenquellen
- In sozialen Netzwerken teilen Nutzer teils sehr skurrile Einträge
- Erfasste Details lassen sich im Kundenkonto anpassen oder löschen
- Das neue Profilsystem ist derzeit noch nicht in Deutschland verfügbar
- Der Konzern begründet die Funktion mit Transparenz bei der KI-Nutzung
Intime Details im Kundenprofil
Der Online-Händler Amazon nutzt seit Mai die Funktion About You. Das System sammelt als Kundenakte Annahmen über die Lebensumstände der Käufer. In den vergangenen Tagen begannen Nutzer auf sozialen Netzwerken, Screenshots ihrer Profile zu teilen. Für Endanwender bedeutet das, dass sie nun einsehen können, welche Rückschlüsse der Konzern aus ihrem Einkaufsverhalten, Suchanfragen, gespeicherten Listen, Produktrezensionen und Unterhaltungen mit dem Sprachassistenten Alexa zieht - mit teils kuriosen Ergebnissen.Wer das eigene Profil überprüfen möchte, findet die Übersicht in den Kontoeinstellungen. In der mobilen App verbirgt sich der Bereich unter "Konto", gefolgt von "Einkaufseinstellungen" und "About You". Auf der Desktop-Webseite klicken Nutzer auf den eigenen Namen, navigieren zu den Einkaufseinstellungen und wählen dort "Informationen verwalten" aus. Wohlgemerkt wird das Feature bei uns nicht unterstützt. In About You lassen sich jedenfalls fehlerhafte oder zu persönliche Einträge löschen sowie eigene Angaben ergänzen, um künftige Produktempfehlungen anzupassen.
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Skurrile Rückschlüsse
Die von den Systemen generierten Beschreibungen gehen oft über einfache Vorlieben für bestimmte Marken hinaus. So berichtete eine Kundin, dass ihr Profil die Eigenschaft aufführte, sie habe einen flachen Hintern, was auf den Kauf spezieller Leggings zurückzuführen sein soll. Andere Nutzer entdeckten Einträge, laut denen ihr Ehemann dünne Beine habe, sie Haustiere wie leibliche Kinder behandeln würden oder ihr Smartphone unter der Dusche nutzen, um E-Books zu lesen.Wie Business Insider berichtet, testeten Reporter die Funktion am Dienstag mit gemischten Ergebnissen. Bei einem Redakteur nannte das Profil den Namen des Partners falsch, erkannte aber korrekt die schrittweise Aufrüstung der Küchengeräte. Bei einer Reporterin traf es die Vorliebe für Bio-Lebensmittel. Manche Profile attestierten den Käufern zudem, dass sie Menschen nicht leicht vertrauen oder fluchen, wenn sie sich erschrecken.
Der Konzern positioniert die Profilseite als Werkzeug für mehr Transparenz und Nutzerkontrolle innerhalb seiner KI-Strategie. Laut seiner Datenschutzerklärung erhält Amazon Daten aus zahlreichen Interaktionen. Neben offensichtlichen Datenquellen nutzt das Unternehmen auch Informationen aus Diskussionsforen oder Verknüpfungen mit Drittanbietern.
Wie seht ihr diese Datensammelei von Amazon? Habt ihr damit ein Problem oder ist die Möglichkeit, das einzusehen, sogar eher gut? Schreibt uns eure Meinungen!
Siehe auch:
- Lalala: Amazon Alexa+ singt durch Fehler minutenlang vor sich hin
- Amazon: AMD Ryzen 9850X3D gekauft, alte Intel-CPU erhalten - zweimal
- Amazon Prime Day 2026: Alle Infos zur zweiten Schnäppchen-Aktion
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Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Amazons Aktienkurs in Euro
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