Schlechte Google-Links loswerden: User fälscht Richter-Unterschrift

Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Bildquelle: Dumfries Museum
Unternehmer haben schon diverse Optionen ausprobiert, um ihr Geschäft im Netz möglichst positiv dastehen zu lassen. Doch längst nicht alle Ideen sind gut, einige können sogar damit enden, dass man im Gefängnis landet, wie ein Juwelier aus New York nun feststellen muss.
Der Mann führt in dritter Generation die Natural Sapphire Company in Manhattan. Nachdem er sich mit einem Geschäftspartner gestritten hatte, tauchten in den Google-Suchergebnissen mehrfach negative Kommentare über das Geschäft auf. Dies geschah schon vor Jahren und eine Klage brachte auch den Erfolg hervor, dass der ehemalige Partner 54 Beiträge löschen sollte, was auch geschah, berichtete das US-Magazin The Daily Beast.

Trotzdem verblieben die Verweise zu einigen Einträgen in den Google-Suchergebnissen und tauchten immer wieder auf, wenn man nach dem Unternehmen suchte. Der Geschäftsinhaber entschied sich daher nun für den unkomplizierten Weg: Er schuf mit Hilfe eines Mitarbeiters ein Dokument, das aussah wie eine gerichtliche Anordnung zur Entfernung des Index-Eintrags, setzte eine nachgemachte Unterschrift des Richters darunter und schickte alles an Google.


Google fiel die Sache auf

Die Sache flog natürlich auf, weil die zuständigen Stellen bei dem Suchmaschinenkonzern gerichtliche Verfügungen einer Prüfung unterziehen. Seitens des Unternehmens wurde daher Anzeige erstattet und der Geschäftsinhaber muss sich nun selbst vor Gericht für die Aktion verantworten. Und ihm droht nun ein Aufenthalt im Gefängnis - denn die Fälschung einer Unterschrift ist an sich schon eine Straftat und man braucht nicht gerade auf die Milde eines Gerichts hoffen, wenn die Signatur eines Richters nachgemacht wurde.

In einer Stellungnahme wird andererseits aber auch ein wenig verständlich, warum der Juwelier so handelte: Wie er ausführte, habe er zuvor zwei Jahre und rund 30.000 Dollar an Anwalts- und Prozesskosten investiert, um die Löschung der falschen Rezensionen zu erwirken. Bei den verbleibenden genügten nun sechs Stunden, in denen er passende Urteils- und Unterschrifts-Vorlagen suchte sowie 200 Dollar für einen Nutzer mit Photoshop-Kenntnissen. An nur einem Tag war alles erledigt. Infografik: So sucht man mit Google noch besser!So sucht man mit Google noch besser! Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Dumfries Museum
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