AML: Apple will lebensrettendes Notrufsystem nicht umsetzen
Der kalifornische Konzern Apple weigert sich offenbar, ein verhältnismäßig einfaches System zur Positionsbestimmung in Notfällen zu integrieren. Eine europäische Notruf-Organisation hat Apple nun ein weiteres Mal aufgefordert, das Advanced Mobile Location (AML) genannte System in iOS umzusetzen. Google hat das schon vor einem Jahr zum Bestandteil von Android gemacht.
Bei Advanced Mobile Location handelt es sich um eine Lösung, die einen getätigten Notruf erkennt und in diesem Fall ein spezielles Ortungssystem aktiviert. Denn dann werden GPS und WLAN eingeschaltet, auch wenn der Nutzer selbst diese Funktionen eigentlich nicht in Verwendung hat. Die mit diesen Hilfsmitteln genau erfasste Position wird dann per SMS an die Rettung, Feuerwehr und Co. gesendet. Das hat natürlich den Vorteil, dass keine aktive Internet-Verbindung notwendig ist.
Für die Umsetzung von AML ist die European Emergency Number Association (EENA) verantwortlich und diese hat nun einen Aufruf an Apple veröffentlicht (via The Next Web). Darin bittet man den kalifornischen Konzern eindringlich, dem Beispiel von Google zu folgen und das System endlich auch in iOS zu integrieren.
Erste Kontaktaufnahmen habe es laut TNW-Informationen vor etwa zwei Jahren gegeben. Während Google sich schnell interessiert gezeigt hat, wurde alle Anfragen von Apple bisher ignoriert. Auch aktuell hat sich der Konzern nicht dazu geäußert.
Beispiele für die Nützlichkeit von AML gibt mittlerweile zahlreiche: Im vergangenen Januar hat ein achtjähriger Junge in Litauen seinem Vater das Leben gerettet. Denn als er seinen Vater ohnmächtig aufgefunden hat, fiel dem Buben seine Adresse nicht ein. Dank der automatischen Positionsbestimmung beim Anruf per Smartphone konnten die Einsatzkräfte den Ort aber schnell auch so finden.
Für die Umsetzung von AML ist die European Emergency Number Association (EENA) verantwortlich und diese hat nun einen Aufruf an Apple veröffentlicht (via The Next Web). Darin bittet man den kalifornischen Konzern eindringlich, dem Beispiel von Google zu folgen und das System endlich auch in iOS zu integrieren.
AML rettet Leben
Die EENA verweist darauf, dass seit der Umsetzung des Systems in vielen Ländern dieses bereits geholfen habe, zahlreiche Leben zu retten. Die Organisation wird dabei eigenen Angaben nach immer wieder gefragt, wie es dabei mit Apple aussieht. Die EENA schreibt aktuell, dass man seit Monaten versucht, Kontakt zu Apple herzustellen, das sei aber bisher erfolglos gewesen.Erste Kontaktaufnahmen habe es laut TNW-Informationen vor etwa zwei Jahren gegeben. Während Google sich schnell interessiert gezeigt hat, wurde alle Anfragen von Apple bisher ignoriert. Auch aktuell hat sich der Konzern nicht dazu geäußert.
Beispiele für die Nützlichkeit von AML gibt mittlerweile zahlreiche: Im vergangenen Januar hat ein achtjähriger Junge in Litauen seinem Vater das Leben gerettet. Denn als er seinen Vater ohnmächtig aufgefunden hat, fiel dem Buben seine Adresse nicht ein. Dank der automatischen Positionsbestimmung beim Anruf per Smartphone konnten die Einsatzkräfte den Ort aber schnell auch so finden.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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