Australien: Polizei streicht fast 600 Strafzettel nach WannaCry-Infektion

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Die Polizei der australischen Metropole Melbourne hat fast 600 Strafmandate wegen Verkehrsvergehen zurückgezogen, nachdem das von ihr betriebene Netz von Kameras zur Verkehrsüberwachung von der Ransomware WannaCry befallen wurde.
Wie die Zeitung The Herald Sun berichtet, kündigte Deputy Commissioner Ross Guenther von der Polizei des australischen Bundesstaates Victoria eine Untersuchung an. Ihm zufolge geht man davon aus, dass mindestens 55 Verkehrs-Cams von der WannaCry-Infektion betroffen waren. Diese befinden sich zum Großteil in der Innenstadt von Melbourne. WannaCry-RansomwareWannaCry-Ransomware: Verschlüsselung soll Lösegeld erpressen Guenther zufolge waren in der Zeit vom 6. bis 22. Juni WannaCry-Infektionen gegeben, weshalb man nun 590 Strafzettel für ungültig erklären musste. Diese waren zuvor wegen Geschwindigkeitsübertretungen und des Überfahrens von roten Ampeln verteilt worden und hätten in drei Fällen zum Verlust des Führerscheins geführt, heißt es in dem Bericht.

Bei der Polizei geht man davon aus, dass die Kameras zwar ihren Dienst ganz normal tun konnten, doch damit die Öffentlichkeit keine Zweifel an der Zuverlässigkeit des Kamerasystems habe, sei die Entscheidung für die Streichung der Strafzettel gefallen, so Guenther. Der Befall mit WannaCry-Malware sei erst gestern überhaupt aufgefallen.

Infizierter USB-Stick zur Wartung verwendet

Laut der BBC hatte ein Mitarbeiter, der für die Wartung der Kameras zuständig ist, am 6. Juni einen infizierten USB-Stick verwendet und so dafür gesorgt, dass WannaCry in das System für den Betrieb der Verkehrskameras gelangen konnte. In der letzten Woche schöpfte man erstmals Verdacht, als eine erhöhte Häufigkeit von Neustarts der betroffenen Systeme festgestellt wurde.

Vorerst läuft das Kamerasystem zwar weiter, doch alle noch bis kommenden Montag aufgezeichneten Verstöße werden zunächst "unter Quarantäne gestellt", um sie zu prüfen. WannaCry verschlüsselt die Daten auf befallenen Systemen und fordert im Anschluss die Zahlung von Lösegeld.

Die Ransomware hatte im Mai in zahllosen Ländern Netzwerke befallen und dabei unter anderem beim britischen Gesundheitsdienst, dem Logistikkonzern FedEx und dem russischen Innenministerium für teilweise massive Probleme gesorgt. Microsoft hatte die von WannaCry ausgenutzte Sicherheitslücke in Windows schon vor Monaten geschlossen.

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