Snapchat enttäuscht seine Anleger - Und die Blase so:
"Plopp!"
Der Snapchat-Anbieter Snap ist Anfang März an die Börse gegangen und damals träumte schon so mancher vom nächsten Facebook. Skeptiker hingegen meinten, dass die Euphorie grundlos sei und befürchteten schon, dass Snap das Zeug zur größten Blase der jüngeren Vergangenheit hat. Und das scheint sich nun zu bewahrheiten.
Das soziale Netzwerk bzw. der Messenger Snapchat ist vor allem bei jungen Nutzern beliebt, der Messenger gilt seit einer ganzen Weile als das nächste große Ding. Doch trotz seiner Beliebtheit haben viele Branchenkenner Zweifel am Geschäftsmodell und der Nachhaltigkeit des Konzepts geäußert.
Beim Börsengang, dem so genannten IPO (Initial Public Offering) vor rund zweieinhalb Monaten, wollten die Börsianer aber nichts davon hören, entsprechend verhalfen sie dem Papier zu einem ausgezeichneten Start. Snap eröffnete mit einem Kurs von 26,27 Dollar pro Papier. Wenig später fiel die Aktie, pendelte sich aber im Bereich von soliden 20 Dollar ein.
Aktienchart der Snap-Aktie in KW 19 2017
Grund für den Kurssturz waren die aktuellen Geschäftszahlen von Snap: Man konnte zwar seinen Umsatz auf rund 150 Millionen Dollar vervierfachen, der Nettoverlust war aber mit 2,21 Milliarden Dollar gewaltig und höher als noch vor einem Jahr. Grund für den hohen Verlust sind Aktienoptionen für Mitarbeiter, laut Handelsblatt bekam alleine Snap-Chef Evan Spiegel im Zuge des Börsengangs einen Sonderbonus im Höhe von 750 Millionen Dollar.
Die Zahl, die den Experten die größte Sorge bereitet, ist aber der gebremste Zuwachs an Nutzern: Denn zuletzt sind diese "nur" noch um 36,1 Prozent auf 166 Millionen angewachsen, Beobachter haben sich deutlich höhere Werte erhofft. Im Vergleich zum vierten Quartal des Jahres bedeutet das einen um 47,7 Prozent gefallenen Wert, im Vergleich zum dritten Quartal sind es sogar 62,8 Prozent.
Snap-Chef Evan Spiegel reagierte auf die Sache übrigens besonders dünnhäutig, manche schreiben sogar von einem "bizarren Auftritt" (via Meedia): In der üblichen Telefonkonferenz mit Anlegern wurde er gefragt, ob er Angst vor Facebook und Instagram Stories habe. Zunächst lachte Spiegel aber nur und meinte später, dass man sich damit wohlfühlt und es genieße, wenn andere einen kopieren.
Beim Börsengang, dem so genannten IPO (Initial Public Offering) vor rund zweieinhalb Monaten, wollten die Börsianer aber nichts davon hören, entsprechend verhalfen sie dem Papier zu einem ausgezeichneten Start. Snap eröffnete mit einem Kurs von 26,27 Dollar pro Papier. Wenig später fiel die Aktie, pendelte sich aber im Bereich von soliden 20 Dollar ein.
Aktienchart der Snap-Aktie in KW 19 2017
Sechs Milliarden Dollar Marktwert "weg"
Gestern Abend gab Snap Inc. nach Börsenschluss dann aber seine aktuellen Geschäftszahlen bekannt und diese fielen letztlich alles andere als gut aus. Folge: Der Kurs rasselte in den Keller und verlor fast ein Viertel an Wert, derzeit steht die Aktie (nachbörslich) bei 16,50 Dollar, am Mittwoch lag man noch bei 21,19 Dollar. Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat das Unternehmen damit auf einen Schlag rund sechs Milliarden Dollar an Marktwert verloren.Grund für den Kurssturz waren die aktuellen Geschäftszahlen von Snap: Man konnte zwar seinen Umsatz auf rund 150 Millionen Dollar vervierfachen, der Nettoverlust war aber mit 2,21 Milliarden Dollar gewaltig und höher als noch vor einem Jahr. Grund für den hohen Verlust sind Aktienoptionen für Mitarbeiter, laut Handelsblatt bekam alleine Snap-Chef Evan Spiegel im Zuge des Börsengangs einen Sonderbonus im Höhe von 750 Millionen Dollar.
Die Zahl, die den Experten die größte Sorge bereitet, ist aber der gebremste Zuwachs an Nutzern: Denn zuletzt sind diese "nur" noch um 36,1 Prozent auf 166 Millionen angewachsen, Beobachter haben sich deutlich höhere Werte erhofft. Im Vergleich zum vierten Quartal des Jahres bedeutet das einen um 47,7 Prozent gefallenen Wert, im Vergleich zum dritten Quartal sind es sogar 62,8 Prozent.
Snap-Chef Evan Spiegel reagierte auf die Sache übrigens besonders dünnhäutig, manche schreiben sogar von einem "bizarren Auftritt" (via Meedia): In der üblichen Telefonkonferenz mit Anlegern wurde er gefragt, ob er Angst vor Facebook und Instagram Stories habe. Zunächst lachte Spiegel aber nur und meinte später, dass man sich damit wohlfühlt und es genieße, wenn andere einen kopieren.
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