Trotz Kurstalfahrt: Snap-Chef meint, dass Börsengang kein Fehler war

Der Börsengang von Snap(chat) hat die Anleger und so manchen Experten in regelrechte Euphorie versetzt. Anfangs schien das auch aufzugehen, doch dann folgte der Absturz. Seit Monaten liegt die Aktie klar unter dem Ausgabepreis und eine Trendumkehr ist nicht abzusehen. Dennoch bereut Snap-Chef Evan Spiegel den Gang an die Börse nicht. Zum aktuellen Zeitpunkt steht die Snap-Aktie bei 14,52 Dollar. Das ist zwar kein neuer Tiefpunkt (dieser wurde am 11. August mit 11,83 Dollar erreicht), seit Wochen schon liegt das für Snapchat verantwortliche Unternehmen Snap aber unter dem Ausgabepreis von 17 Dollar. Vom Höhenflug der ersten Tage mal ganz abgesehen - denn zwischenzeitlich kletterte das Papier auf 27,09 Dollar.

Klassische Blase?

Mit dem schlechten Abschneiden von Snap Inc. an der New Yorker Börse wuchs auch die Kritik an Snapchat-Gründer Evan Spiegel. Viele Beobachter waren nämlich bereits vor dem Initial Public Offering (IPO), also dem Börsengang des Unternehmens, der Überzeugung, dass Snap noch nicht bereit dafür ist. Denn Snap bzw. Snapchat müssten erstmal nachhaltig Geld verdienen bevor man an die Börse geht. So mancher meinte kurz gesagt, dass es sich hierbei um eine klassische Blase handelt.

Spiegel gab nun aber eines seiner seltenen Interviews und darin verteidigte er wenig überraschend den Gang an die New York Stock Exchange (NYSE): "Es war die richtige Entscheidung für das Unternehmen und der richtige Schritt zu dieser Zeit", sagte Spiegel in einem Podiumsgespräch im Rahmen des New Establishment Summit von Vanity Fair.

Ein bisschen Selbstkritik

Er gab allerdings auch Fehler bei der Kommunikation des Schrittes zu, denn er meinte, dass man besser erklären hätte können, wie das Unternehmen und dessen Geschäft funktionieren. Gleichzeitig suchte er aber auch Erklärungen oder sogar Ausreden, da es "all diese neuen Regeln gibt, was man sagen darf und was nicht". Dennoch bleib er optimistisch und meinte, dass der Börsengang die einzige Möglichkeit war, genug Geld zu sichern, damit das Geld wachsen kann und vorankommt, was man auch schaffen werde, so der 27-Jährige.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!