Apple-Zulieferer verliert Apple - startet verzweifelt Überlebenskampf

Apple, Iphone, Apple iPhone, iPhone 7, iPhone 7 Plus, Apple iPhone 7 Bildquelle: Alexander Böhm
Wer als externes Unternehmen wichtige Komponenten für das iPhone liefert, profitiert massiv an Apples Erfolg. Der Rausch kann aber ebenso schnell vorbei sein, wenn der Auftraggeber sich einfach abwendet - das muss die britische Firma Imagination Technologies derzeit erfahren.
Das Unternehmen entwickelte bisher die PowerVR-Grafikeinheiten, die in den iPhones zum Einsatz kamen. Doch Apple hat sich entschieden, zukünftige Geräte dann doch lieber mit selbst entwickelten GPUs auszustatten. Für ein Unternehmen wie Imagination ist eine solche Trennung natürlich fatal, da der Auftraggeber wegfällt, der quasi über Jahre für die Finanzierung der ganzen Firma sorgte. Daher muss man sich nun etwas einfallen lassen.

Und Imagination hat sich entschlossen, ein zweigleisiges Konzept zu fahren, berichtet das US-Magazin Engadget. Einmal zwingt man Apple schlicht in einen Rechtsstreit und erklärt, dass Apple geschützte Technologien Imaginations ohne Einwilligung verwende. Es kann durchaus sein, dass dem tatsächlich so ist und der Zulieferer bisher lieber die Füße still gehalten hat, um das Unternehmen nicht zu verärgern, von dem man abhängig ist. Das hätten letztlich dann aber ohnehin die Gerichte zu entscheiden.


Die zweite Schiene läuft darauf hinaus, dass Imagination zwei seiner Geschäftsbereiche verkaufen muss, die bisher mehr oder weniger durch den Apple-Deal querfinanziert wurden. Das betrifft die Tochtergesellschaften MIPS und Ensigma.

Insbesondere MIPS dürfte vielen Gamern noch bekannt sein, denn das Unternehmen lieferte die Chips für die Playstation, die Playstation 2 und den Nintendo 64. Imagination hatte die Firma im Jahr 2013 übernommen und wollte sie zu einem ARM-Konkurrenten aufbauen. Ein Blick auf den heutigen Smartphone-Markt sagt alles über den Erfolg dieses Ansinnens.

Imagination kann nun im Grunde nur noch darauf hoffen, PowerVR bei anderen Mobile-Unternehmen unterbringen zu können. Doch auch hierfür stehen die Chancen nicht sonderlich gut, da auch hier ARM mit seinen Malis in der Regel die erste Wahl ist.

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