DDoS-Erpresser: XMR-Squad greift deutsche Unternehmensseiten an
Eine bisher unbekannte Hacker-Gruppe namens XMR-Squad soll für eine Reihe Ausfälle von bekannten Firmen-Webseiten wie DHL, Hermes und Ebay verantwortlich sein. Berichten zufolge könnten dahinter Jugendliche stecken, die mit den Angriffen auf die Unternehmen Geld verdienen wollen.
Die Angreifer starten dabei DDoS (Distributed Denial of Service)-Attacken auf die Web-Präsenzen bekannter deutscher Firmen und zwingen sie unter der Last in die Knie, so dass teilweise gar nichts mehr funktioniert. Geht man nach den Erkenntnissen des Ebayexperten und Bloggers Mark Steier von Wortfilter.de, könnte es sich bei XMR-Squad um eine kleine Gruppe Jugendlicher handeln, alle im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Sie wollen einfach bekannt werden, so Steier, und erpressen mit angeblichen Sicherheitsprüfungen von den Unternehmen soweit bekannt ist jeweils 250 Euro als "Testgebühr". Erfolg hatten sie mit ihren Erpressungsversuchen angeblich noch nicht, daher schickten sie viele Webseiten ins digitale Nirvana. Steier hatte mit XMR-Squad Kontakt aufnehmen können, zudem gaben sie sich bei Twitter als die Angreifer von DHL zu erkennen.
Man sollte die Angreifer ernst nehmen, aber nicht auf ihre Erpressung eingehen, schreibt das Nachrichtenmagazin Stern.
Siehe auch: DDoS-Business: Wer häufig Angriffe bucht, bekommt auch Treue-Rabatt
Erpressungsversuch
Laut XMR-Squad wollte DHL die Testgebühr von 250 Euro nicht bezahlen, daher seien nun die Kunden die Betroffenen, und die Webseite erst einmal nicht mehr nutzbar. Tatsächlich war die Webseite des Paketlieferanten immer wieder offline, wie man bei allestörungen.de nachvollziehen kann. Eine offizielle Sprecherin von DHL soll die Störung bestätigt haben, zu den Gründen konnte sie aber nichts sagen: "Wir haben diese Störung frühzeitig identifiziert und wieder behoben, so dass die Systeme wieder performant laufen. Die Ursachen, warum die Verfügbarkeit der Seite eingeschränkt war, können vielfältig sein. Wir werten die uns hierzu vorliegenden Informationen zurzeit aus."Man sollte die Angreifer ernst nehmen, aber nicht auf ihre Erpressung eingehen, schreibt das Nachrichtenmagazin Stern.
Andere Betroffene
DHL war aber nicht das einzige deutsche Unternehmen, das betroffen war. Es gab ähnliche DDoS-Attacken auf Hermes, Ebay, AldiTalk sowie auf das LKA Niedersachsen. Alles begann Mitte der zurückliegenden Woche. Es sieht derzeit so aus als wollten sie eher Aufmerksamkeit, denn ihre Vorgehensweise ist recht untypisch.Siehe auch: DDoS-Business: Wer häufig Angriffe bucht, bekommt auch Treue-Rabatt
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