Zumindest das Ende ist ohne Drama:
Windows Vista ist ab heute tot

Selten kann der Hinweis auf das endgültige Support-Ende eines Microsoft-Produkts so entspannt angegangen werden. Ständig wiederholte Hinweise, doch endlich auf eine andere Version zu wechseln sind hier seit jeher kaum nötig: Windows Vista hat das endgültige Ende seiner Lebenszeit erreicht.
Logo, Vista, Windows Vista
Microsoft

Infografik: Microsoft stellt Vista-Support einMicrosoft stellt Vista-Support ein
Nachdem man vor inzwischen vielen Jahren schon fast annehmen konnte, dass es wohl nie ein neues Major Update nach Windows XP mehr geben könnte, wurde dann doch eine neue Fassung angekündigt. Die Spannung war entsprechend hoch und jede neue Information über Windows Longhorn - so der Codename während der Entwicklung - wurde begierig aufgesogen. Eigentlich war der Release einmal für Ende 2003 geplant. Letztlich konnte das neue Betriebssystem dann aber erst drei weitere Jahre später bereitgestellt werden.

Und als es endlich so weit war, gab es vor allem Ernüchterung. Man merkte dem Produkt an, dass es eigentlich nie eine klare Linie in der Entwicklung gab. Teils wurde versucht, den Verzögerungen hektisch Herr zu werden, dann sollten plötzlich wieder Features mit aufgenommen werden, die eigentlich erst für Windows Blackcomb/Vienna/7 vorgesehen waren.

Windows Vista Build 6000 (RTM) deutschWindows Vista Build 6000 (RTM) deutschWindows Vista Build 6000 (RTM) deutschWindows Vista Build 6000 (RTM) deutsch
Windows Vista Build 6000 (RTM) deutschWindows Vista Build 6000 (RTM) deutschWindows Vista Build 6000 (RTM) deutschWindows Vista Build 6000 (RTM) deutsch

Niemand wollte es

Vista erreichte so letztlich nie die Qualität, die Nutzer von dem Betriebssystem erwartet hatten. Entsprechend blieben letztlich die meisten beim gut laufenden XP und ließen sich - wenn überhaupt - erst Jahre später zu einem Wechsel auf Windows 7 oder gar noch neuere Versionen überreden. Auch diverse Großkunden, darunter Intel, erklärten, Vista komplett zu überspringen. So schaffte es das System zu keinem Zeitpunkt, die meistgenutzte Windows-Variante zu werden.

Während Windows XP selbst heute noch auf nennenswerte Marktanteile kommt, liegt Vista inzwischen bei deutlich weniger als einem Prozent. Entsprechend muss Microsoft diesmal keine großen Kampagnen fahren, um die noch aktiven User von dem System abzuholen. Ab heute jedenfalls ist Windows Vista einfach Geschichte und die Wartung durch den Hersteller wird endgültig eingestellt.

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