Post-PC: Die Ära der Desktop-Vorherrschaft im Netz ist jetzt vorbei

Als Steve Jobs vor einigen Jahren von der Post-PC-Ära sprach, stieß er bei vielen Technik-Fans auf Ablehnung. Diese sahen Desktops und Notebooks als letztlich unersetzlich an. Jetzt ist aber ein Punkt erreicht, an dem diese Geräte ihre Vorherrschaft im Web schlicht verloren haben.
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Sicherlich sind klassische Computer für verschiedene Aufgaben weiterhin die bessere Wahl. Betrachtet man aber den Massenmarkt, sind diese bei den Verkaufszahlen schon längst von Smartphones überflügelt worden. Und jetzt ist auch der Punkt erreicht, an dem mobile Endgeräte bei der Nutzung des Webs die Nase vorn haben.

Laut den neuesten Statistiken von StatCounter wurden im Oktober erstmals mehr Webseiten-Abrufe über Smartphones und Tablets generiert als über Desktops und Notebooks. 51,3 Prozent der gesamten Web-Nutzung entfiel damit nun auf den Mobile-Bereich, während der Anteil klassischer Computer auf 48,7 Prozent sank.

StatCounter: Desktop vs. MobileStatCounter: Desktop vs. MobileStatCounter: Desktop vs. Mobile

Stetige Entwicklung

Diese Entwicklung hatte sich lange angedeutet. Im Oktober 2009, als Smartphones der neueren Bauart noch relativ neu waren und auch noch kaum ordentliche Mobilfunk-Tarife zur Verfügung standen, lag der Anteil noch bei um die 1 Prozent. Seitdem näherten sich die Anteile der beiden Bereiche aber recht kontinuierlich einander an.

Die Führung hat der Mobile-Bereich nun im globalen Maßstab übernommen, wofür auch zu einem guten Teil die Tatsache verantwortlich ist, dass Smartphones in vielen asiatischen Ländern der wichtigste Zugangspunkt zum Netz sind. In den westlichen Industriestaaten haben die Desktop-Systeme hingegen noch immer den größten Anteil - aber auch hier deutet sich an, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern wird.

Angesichts dieser Entwicklung dürfte es allerdings kaum noch verwundern, warum beispielsweise Google in seinen Ergebnislisten Webseiten bevorzugen will, die sich auch auf mobilen Endgeräten gut präsentieren. Immerhin wird ja der größere Teil der Inhalte auf kleineren Displays abgerufen.
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