John Carmack: Die VR-Industrie muss mehr tun, neu ist nicht genug
Der ehemalige Technikchef von id Software und Doom-Miterfinder John Carmack ist seit einer Weile beim VR-Anbieter Oculus tätig, dort hat er ebenfalls die Position des CTO inne. Und Carmack hat sich nun durchaus selbstkritisch in Bezug auf Virtual Reality geäußert und gemeint, dass diese Branche derzeit vom Neuigkeitswert profitiert, das aber langfristig nicht genug sein wird.
Carmack, aktueller Chief Technical Officer von Oculus, sprach auf der vor kurzem stattgefundenen Konferenz Oculus Connect über die langfristigen Aussichten von VR-Headsets. Wie Games Industry International berichtet, sagte die id Software-Legende, dass die Virtual-Reality-Industrie strenger mit sich sein müsse. Denn derzeit profitiert man vor allem davon, dass VR-Erfahrungen für die meisten Nutzer etwas Neues sind, entsprechend leicht kann man sie begeistern.
Doch Carmack warnt, dass dieser Effekt nicht von Dauer sein wird: "Wir gleiten derzeit auf der Neuigkeit und dem ersten Erstaunen, dass Leute so etwas noch nicht gesehen haben. Aber wir müssen beginnen, über uns selbst zu urteilen", so Carmack. "Wir müssen uns fragen, ob man mit VR etwas tun kann, was denselben oder mehr Wert hat als das, was die anderen (Nicht-VR-)Dinge gemacht haben."
Der für Carmack wichtigste Punkt sind aber die Ladezeiten: So versuchen die gesamte Software-Industrie und vor allem die Spielentwickler, mit allen Mitteln die Ladezeiten auf unter 30 Sekunden zu bringen. Diese Marke bzw. dieser Quasi-Standard ist im VR-Bereich aber immer noch zu viel, denn hier seien 20 Sekunden das absolute Maximum, meint Carmack.
Denn die Ladezeiten sind für den Oculus-CTO ein entscheidender Punkt. Er vergleicht das mit einem Smartphone und meint, dass man sich nur vorstellen soll, wie groß die Bereitschaft wäre, dieses zu nutzen, wenn man nach dem Entsperren eine halbe Minute warten müsste: "Man würde es weitaus seltener verwenden."
Doch Carmack warnt, dass dieser Effekt nicht von Dauer sein wird: "Wir gleiten derzeit auf der Neuigkeit und dem ersten Erstaunen, dass Leute so etwas noch nicht gesehen haben. Aber wir müssen beginnen, über uns selbst zu urteilen", so Carmack. "Wir müssen uns fragen, ob man mit VR etwas tun kann, was denselben oder mehr Wert hat als das, was die anderen (Nicht-VR-)Dinge gemacht haben."
Verbesserungspotenzial
Er meinte, dass man über "objektive Maßeinheiten für Qualität" sprechen müsse. Er erwähnte Verbesserungen beim Design der Benutzeroberflächen und fragte sich auch, warum man nicht in VR-Anwendungen mit Sprachsteuerung arbeitet.Der für Carmack wichtigste Punkt sind aber die Ladezeiten: So versuchen die gesamte Software-Industrie und vor allem die Spielentwickler, mit allen Mitteln die Ladezeiten auf unter 30 Sekunden zu bringen. Diese Marke bzw. dieser Quasi-Standard ist im VR-Bereich aber immer noch zu viel, denn hier seien 20 Sekunden das absolute Maximum, meint Carmack.
Denn die Ladezeiten sind für den Oculus-CTO ein entscheidender Punkt. Er vergleicht das mit einem Smartphone und meint, dass man sich nur vorstellen soll, wie groß die Bereitschaft wäre, dieses zu nutzen, wenn man nach dem Entsperren eine halbe Minute warten müsste: "Man würde es weitaus seltener verwenden."
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