Oculus kriecht zu Kreuze: Gründer und Top-Manager entschuldigen sich

Vergangene Woche wurde bekannt, dass Oculus-Gründer Palmer Luckey den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump unterstützt. Das wäre an sich nichts Schlimmes, das Wie irritierte aber viele: Denn Luckey finanzierte eine Troll-Kampagne so genannter "Shitposter" gegen Hillary Clinton, woraufhin zahlreiche Entwickler mitgeteilt haben, dass sie fortan nicht mehr mit Oculus Rift zusammenarbeiten werden.
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Time Magazine
Palmer Luckey, der Gründer des Virtual-Reality-Headsets Oculus Rift, hat sein Startup für rund zwei Milliarden Dollar an Facebook verkauft. Ein signifikanter Teil des Geldes landete auf seinem eigenen Konto, offiziell ist er aber immer noch bei Facebook angestellt. Vergangene Woche wurde bekannt, dass Luckey eine dubiose Kampagne gegen Hillary Clinton finanziell unterstützt. Der (bis dahin) erklärte Trump-Unterstützer meinte, dass er das für eine "lustige Idee" hielt.

Nicht lustig

Weniger Spaß hatte in den darauffolgenden Tagen die Führungsetage bei Oculus: Denn es gab öffentliche Kritik, zudem kündigten einige Entwickler an, dass sie das VR-Headset aufgrund Luckeys Beteiligung an der Troll-Aktion einer Gruppe namens Nimble America künftig meiden werden.

Der Druck auf Luckey war immens, der Oculus-Gründer veröffentlichte auf seiner Seite auf Facebook eine Entschuldigung: "Mir tut es zutiefst leid, dass meine Aktionen die Wahrnehmung von Oculus und seinen Partnern negativ beeinflusst haben. Die jüngsten Nachrichtenberichte über mich spiegeln meine Meinungen nicht akkurat wider."

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"Ich habe 10.000 Dollar an Nimble America gespendet, weil ich dachte, dass die Organisation frische Ideen hat, wie man mit jungen Wählern kommunizieren kann." Er verwies darauf, dass er ein "Liberalist" sei, der früher Ron Paul und Gary Johnson (Kandidat der Libertären Partei) unterstützt habe, für letzteren will er auch bei der nächsten Wahl stimmen.

Luckey leugnete weiter, dass er unter dem Pseudonym NimbleRichMan auf Reddit Pro-Trump-Statements gemacht hat. Allerdings hat The Daily Beast-Autor Gideon Resnick mittlerweile Mails vorgelegt, die zeigen sollen, dass Luckey dies selbst bestätigt hat.

Management geht auf Distanz

Aktuelle Oculus-Manager bemühten sich ebenfalls um Schadensbegrenzung: CEO Brendan Iribe verwies auf Facebook (via VentureBeat) darauf, dass jeder seine persönliche politische Meinung haben dürfe. Gleichzeitig distanzierte er sich aber von Luckey und betonte, dass dieser in diesem Fall "unabhängig" agiert habe und dies ausdrücklich als seine private Meinung zu sehen sei.

Kritik an Luckey ließ auch Jason Rubin, Head of Studios bei Oculus durchklingen: Er will den Gründer nach dessen Statement beim Wort nehmen, denn alle, die ihn kennen würden, wissen, dass er niemals bei einem Unternehmen arbeiten würde, das Hass billigt oder verbreitet.
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