Verizon streicht nach Datenleck 1 Mrd. Dollar für Yahoo-Übernahme

Yahoo, Mail, Yahoo Mail Bildquelle: Yahoo
Ein immenser Hacker-Angriff, ein weitreichender Abhör-Skandal: Der US-Mobilfunkanbieter Verizon soll sich einem Medienbericht zufolge bei der Übernahme des Internet-Dienstes Yahoo grob getäuscht fühlen und streicht deshalb nun ein Fünftel des ursprünglichen Verkaufsangebots.
Wie die New York Post mit Verweis auf interne Quellen aus dem Unternehmenskreis berichtet, korrigiert Verizon den Kaufpreis für Yahoo um eine Milliarde US-Dollar nach unten. Eigentlich hatte man bisher ein Angebot über fast 5 Milliarden US-Dollar für Yahoo abgegeben, doch die jüngsten Medienberichte über Yahoos große Probleme in Sachen Datensicherheit und Privatsphäre sollen Tim Armstong als Verantwortlichen bei Verizon dazu bewogen haben, das Kaufangebot anzupassen.

Verizon-Manager ist "ungehalten"

Es heißt sogar, Armstong bekäme langsam kalte Füße bei dem Deal. Er sei ziemlich ungehalten über die vielen neuen Fakten, die nun nach und nach an die Öffentlichkeit kämen und über die Yahoo selbst bisher in den Verhandlungen mit dem Übernahmepartner geschwiegen haben soll. Hintergrund ist die Annahme, dass Yahoo nun deutlich weniger wert sei als bisher geschätzt. Dazu kommt der weiter fallende Aktienkurs nach den jüngst aufgedeckten Skandalen und natürlich der nicht zu unterschätzende Imageschaden, mit dem sich der Konzern auch weiter noch herumplagen wird.

Eine weitere Mrd. für Schadensersatz

Armstong habe in der zurückliegenden Woche mit Yahoo-CEO Marissa Mayer das neue, um ein Fünftel niedrigere Kaufangebot besprochen, heißt es. Außerdem soll Verizon von dem ursprünglichen Angebot gleich noch eine weitere Milliarde US-Dollar blockieren, nur für den Fall, dass Kunden nach dem Bekanntwerden des großen Hackerangriffs aus dem Jahr 2012 erfolgreich vor Gericht ziehen werden und Schadensersatzansprüche geltend machen.

Siehe auch: Erste Klagen nach Yahoos Datenleck, FBI war schon 2014 eingeschaltet

Noch ist aber laut den internen Quelle keine Rede davon, dass der Deal in letzter Sekunde noch platzen könnte. Das hatten einige Experten gleich unterstellt, nachdem Yahoo in die Negativ-Schlagzeilen geriet.

Yahoo schnüffelte sich jahrelang
im US-Behördenauftrag durch E-Mails
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