BSI will bei Security-Notfällen die "Cyberwehr" alarmieren lassen

Feuer, Brand, Feuerwehr Bildquelle: avda-foto / Flickr
Nach dem Vorbild der Freiwilligen Feuerwehren, die in weiten Landesteilen das Rückgrat des Katastrophenschutzes darstellen, will die Bundesregierung auch eine Truppe gegen Angriffe aus dem Netz aufbauen. Sicherheitsexperten aus der freien Wirtschaft sollen bei Notfällen gratis für das BSI tätig werden.

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Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren werden von wohlgesonnenen Arbeitgebern in der Regel freigestellt. Wenn sie alarmiert werden, können sie ihren Arbeitsplatz dann verlassen und zu Hilfe eilen. Auf eine solche Hilfsgruppe will auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zugreifen können, wenn es zu Angriffen auf Einrichtungen oder Unternehmen kommt, die zur kritischen Infrastruktur des Staates gerechnet werden.

Wenn also beispielsweise eine Attacke auf einen Energieversorger, ein Krankenhaus oder ein Telekommunikationsnetz erkannt wird, sollen die Sicherheitsexperten aus anderen Firmen abgestellt werden, um freiwillig Hilfe bei der Abwehr der Gefahr zu leisten. Geregelt werden soll dies über eine entsprechende Kooperationsvereinbarung zu einer "Cyberwehr" zwischen staatlichen Stellen und den jeweiligen Unternehmen, die Netzpolitik.org und der Zeit im Entwurf vorliegt.

Gegen Reise- und Essenskosten

Wenn bei einem Betreiber kritischer Infrastrukturen ein Angriff registriert wird, den dieser selbst nicht in den Griff bekommt, soll er sich dann an das BSI wenden können. Dieses fordert dann mehrere Experten bei anderen Unternehmen an und stellt ein Team zusammen, das dann unter Leitung eines Mitarbeiters der Behörde bei der betroffenen Firma an der Abwehr der Attacke arbeitet.

Laut der Kooperations-Vereinbarung sollen die teilnehmenden Partner aus der Privatwirtschaft jeweils bis zu 20 Personentage pro Jahr zur Verfügung stellen. Eine finanzielle Gegenleistung gibt es nicht, die abgestellten Mitarbeiter bekommen von der Behörde aber Reisekosten und Verpflegung gestellt. Noch geregelt werden muss, inwieweit die Helfer die bei ihrer Arbeit erlangten Informationen nutzen dürfen, um beispielsweise die Schutzmaßnahmen in ihrer eigenen Firma auszubauen.

Die Idee hinter der Sache ist nicht komplett neu und erinnert an die diversen CERTs, die sich auch entsprechenden Aufgaben widmen. Ursprünglich sollte die Eingreiftruppe komplett innerhalb des BSI zusammengestellt werden. Allerdings dürfte die Behörde Probleme haben, an die richtig guten Fachleute heranzukommen, denn in der freien Wirtschaft verdienen diese ein Vielfaches dessen, was die Besoldungsregelungen im öffentlichen Dienst vorsehen. Feuer, Brand, Feuerwehr Feuer, Brand, Feuerwehr avda-foto / Flickr
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