Twitter vor möglicher Übernahme durch Google oder Salesforce

Die Aktien des Mikro-Blogging-Dienstes Twitter befinden sich aktuell auf einem Höhenflug nachdem bekannt wurde, dass in Kürze tatsächlich ein erstes ernstgemeintes Angebot für eine Übernahme eintreffen könnte. Als Interessenten werden konkret der Internetkonzern Google und der Softwarehersteller Salesforce gehandelt.
Twitter, Redesign, Umgestaltung
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Seit der Handel an der New Yorker Börse heute morgen eröffnet wurde, hat die Twitter-Aktie gegenüber dem Schlusskurs des Vortages um mehr als 20 Prozent zugelegt und somit den stärksten Anstieg seit dem Börsengang des US-Unternehmens verzeichnet. Hintergrund ist das erneute Aufflammen von Übernahmegerüchten rund um die Firma, der immer wieder vorgeworfen wird, sich erfolgreich durch Werbung finanzieren zu können.

Angeblich hat Twitter in den letzten Wochen und Monaten mehrfach Gespräche mit diversen möglichen Käufern geführt, um die Optionen für eine Kooperation oder gar eine Übernahme auszuloten. Heute meldete nun der US-Wirtschaftssender CNBC, dass er von informierten Quellen von einer Konkretisierung eines bevorstehenden Verkaufs erfahren haben will. Ein erstes formelles Gebot durch einen Interessenten stehe kurz bevor, hieß es.

Als mögliche Bieter wurden von den Quellen sowohl Google als auch Salesforce genannt. Ob eine Übernahme durch eines der beiden Unternehmen tatsächlich erfolgt, ist allerdings noch vollkommen offen. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern könnten die beiden Firmen gleichermaßen von einem Kauf profitieren.

Google würde durch die Übernahme einen beliebten Dienst erhalten, bei dem umfangreiche Daten über das Leben der Nutzer veröffentlicht werden und auch Ortsdaten und ähnliches vorliegen. Der Internetkonzern könnte also durch die Platzierung von Werbung profitieren, aber auch seinen allgegenwärtigen Datenhunger befriedigen, um mit Hilfe der Nutzerdaten Werbung zu schalten oder andere Dienste zu ermöglichen.

Salesforce wiederum könnte dadurch ein neues Werkzeug zu seinem umfangreichen Arsenal von Produkten zum Umgang mit Kundenbeziehungen hinzufügen. Beobachter sehen in Twitter eine Art immer verfügbares Support-System durch das Salesforce die Pflege der Beziehungen seiner Kunden zu Konsumenten und anderen Gruppen erleichtern könnte - und natürlich auch diverse Einsichten in das Leben der Konsumenten erhalten und auswerten könnte, die dann wiederum in seine anderen Produkte einfließen würden.
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