Sony: PlayStation 4 Pro soll vor allem mit PC-Gaming konkurrieren

Vergangene Woche hat Sony seine PlayStation 4 Pro vorgestellt und das Gerät sorgt seither für Diskussionen. Vor allem das Fehlen der Möglichkeit zum Abspielen von Ultra-HD-Blu-rays ist umstritten. Andrew House begründete die Entscheidung damit, dass es nicht genug Interesse der Konsumenten gebe. Auch zur Zielgruppe der PS4 Pro machte er bemerkenswerte Aussagen.
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4K-Videos nur per Streaming

Die PlayStation 4 Pro bietet - im Gegensatz zur Xbox One S und der kommenden Xbox Scorpio - keine Möglichkeit, "4K"-Video-Inhalte per Laufwerk abzuspielen. Und das wird auch so bleiben, denn Andrew House, Chef von Sony Interactive Entertainment, schloss gegenüber dem Guardian aus, dass man eine derartige Funktionalität per Firmware-Update später nachliefert.

Ein derartiger Support sei unnötig, meinte House: "Unser Gefühl ist es, dass physikalische Medien zwar weiterhin ein großer Teil des Spielegeschäfts sind, beim Thema Video der Trend aber zum Streaming geht." Das sei nach Gaming das zweitwichtigste Nutzungsszenario der PlayStation-Nutzer, so House, und deshalb habe man sich auch darauf konzentriert.


Die britische Tageszeitung wollte von House außerdem wissen, ob die PS4 Pro ein Ende des klassischen siebenjährigen Konsolenzyklus bedeute. Hier verwies der Sony-Manager aber darauf, dass es noch zu früh sei, um dies einschätzen zu können, schließlich sei das Pro-Modell der erste Vorstoß in "diese Art der Mitte-Zyklus-Innovation". Ob das weitere Zwischen-Generationen geben könnte, wollte er aber nicht sagen.

Natürlich kam auch Microsoft zur Sprache, auch weil die bereits erhältliche Xbox One S alle Arten von 4K-Inhalten unterstützt, also auch Datenträger-basierte, und das zum Preis der neuen schlanken PS4. Hinzu kommt, dass Microsofts "Projekt Scorpio", das im nächsten Jahr kommen wird, ein wesentlich leistungsstärkeres Gerät bieten wird. House dementierte allerdings, dass die PS4 Pro eine Reaktion auf Microsoft sei: "Als wir daran begonnen haben, wussten wir von Scorpio noch gar nichts."

In Bezug auf die verbesserte Xbox sieht man Microsoft bzw. die Xbox auch gar nicht als Hauptkonkurrenten: Demnach habe sich Sony Daten angesehen, die klar gezeigt hätten, dass es in der Mitte eines Konsolenzyklus einen Rückgang (der Verkäufe) gebe. Denn Spieler, die stets die bestmögliche Grafik haben wollen, beginnen zu dieser Zeit in Richtung PC zu wechseln. Und diesen Wechsel will man abfangen bzw. verhindern.
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