Banking-Trojaner verhindert Sperrung von Konten durch seine Opfer

Geld, Brennen, Feuer Bildquelle: k.a.
Ein neuer Banking-Trojaner setzt auf ein kleines, aber effektives Mittel, um seine einmal gewonnenen Daten möglichst lange zu schützen: Er verhindert schlicht, dass der Anwender seine Bank anruft und beispielsweise die Kreditkarte sperren lässt, um einen Missbrauch zu verhindern.

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Bei dem Spionage-Trojaner handelt es sich um "Android.Fakebank.B", einer neueren Version der ursprünglichen Fakebank-Malware, die Sicherheitsforschern bereits seit dem Jahr 2013 bekannt ist. Wie der Name schon verrät, greift der Schädling Android-Smartphones an und versucht von diesen Informationen zum Online-Banking zu entwenden. Das teilte das Security-Unternehmen Symantec mit.

Gelangt die Malware auf ein Mobiltelefon, sucht sie nach einer Reihe von Banking-Apps. Wird eine Anwendung aus der mitgelieferten Liste gefunden, versucht man den Nutzer dazu zu bringen, das Original zu deinstallieren und stattdessen eine manipulierte App auf das Gerät zu holen. Diese ist der eigentlichen App im Design nachempfunden, versucht aber Login-Daten und anderen Informationen zu entwenden.

Mehr Zeit zum Plündern

Die gewonnen Daten werden nun zu den Kriminellen hinter der Malware geschickt und diese versuchen natürlich, das Konto des betroffenen Nutzers zu plündern. Damit ihnen mehr Zeit bleibt, nimmt die neue Version der Malware auch die Telefonie-Verbindungen unter die Lupe. Der Nutzer kann weiterhin ganz normal seine Kontakte anrufen. Wenn er aber versucht, eine bekannte Kundenservice-Hotline der jeweiligen Bank zu erreichen, bricht der Trojaner die Verbindung schlicht ab. Um das eigene Konto vor Missbrauch schützen zu können, ist es dann notwendig, ein anderes Telefon zu verwenden oder eine E-Mail zu schreiben. Das kann im Zweifelsfall die entscheidende Zeit bringen, in der das Konto leergeräumt werden kann.

Aktuell sind nach den bisherigen Erkenntnissen ausschließlich Kunden von Banken in Russland und Südkorea betroffen. Das kann sich im Zweifelsfall aber schnell ändern. Und nicht nur deshalb sollten Android-Nutzer besser genau aufpassen, aus welchen Quellen sie sich beispielsweise Apps installieren. Geld, Brennen, Feuer Geld, Brennen, Feuer k.a.
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