Telko blockiert Googles Glasfaser-Ausbau über Leitungsmasten

Glasfaser, Licht, Fiber Bildquelle: AR Photos
Am Beispiel von Louisville im US-Bundesstaat Kentucky zeigt sich, welche Probleme dem Glasfaser-Ausbau im Wege stehen, wenn nicht nur die Kabel, sondern auch wichtige Leitungs-Trassen im Besitz einzelner Telekommunikationskonzerne sind. Google steht hier bei der Verlegung eigener Leitungen vor Schwierigkeiten.

Google FiberGoogle baut aus
Die Kommunalregierung der Stadt hatte eine Idee, wie man den Netzausbau schnell voranbringen kann und verabschiedete eine Regelung, nach der ein Netzbetreiber bestehende Installationen so umbauen darf, dass möglichst schnell ein Glasfaser-Netz durch die Stadt gezogen werden kann. Das bedeutet im konkreten Fall: Da Google in den Startlöchern steht, soll der Konzern die Kupferleitungen an den vorhandenen Masten so umlegen können, dass die eigenen Kabel mit angebracht werden können.

Allerdings befinden sich nicht nur Teile der Festnetz-Infrastruktur, sondern auch die zugehörigen Leitungsmasten im Besitz des Telekommunikationskonzerns AT&T. Dieser hat nun eine Klage gegen die von der lokalen Vertretung verabschiedete Regelung eingereicht. Louisville habe mit dieser seine Befugnisse überschritten, erklärte das Unternehmen seine Sicht der Dinge laut einem Bericht des Regionalmediums WDBR.

Vertreter des Konzerns versuchen dabei den Eindruck zu vermeiden, dass man verhindern wolle, dass ein Konkurrent ihnen zuvorkommt. Es gehe nicht um Google, hieß es. Der Konzern könne sein Google Fiber-Angebot aufbauen, wenn er entsprechende Verträge mit AT&T abschließt, um die Masten mitnutzen zu können.

Bei der Kommunalverwaltung sieht man die Sache allerdings etwas anders. Die aktuelle Lage im Infrastruktur-Bereich ist demnach hinderlich für einen zügigen und vor allem auch gleichmäßigen Glasfaser-Ausbau in der gesamten Region. Denn AT&T ist nicht der einzige Besitzer von Trassen-Infrastruktur. Wenn - so wie es bisher ist - jeder von diesen selbst ausrücken müsste, um erst einmal Platz für neue Leitungen zu schaffen, würden um fünf oder sechs verschiedene Techniker-Teams ausrücken müssen. Dies ist in der Koordination schwieriger und die ganze Sache würde wohl viele Monate dauern. Die Versorgung der Bevölkerung würde sich so unnötig hinauszögern.

Google unterstützt hier natürlich die kommunale Verwaltung und will schnellstmöglich seine Glasfasern verlegen und die Region an sein Netz anbinden. Auch AT&T plant durchaus einen eigenen Glasfaser-Ausbau in Louisville. Wann der GigaPower-Service allerdings starten soll, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig unklar. Glasfaser, Licht, Fiber Glasfaser, Licht, Fiber AR Photos
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