In-App-Betrug mit Werbung erreicht 2015 eine Milliarde US-Dollar

Werbung, Betrug, Botnetze, In-App Bildquelle: Apple
Der finanzielle Schaden durch Betrug in Werbe-Netzwerken mit mobilen Apps nimmt zu. Der Analyse-Firma Forensiq zufolge wird die Summe der durch Tricksereien fälschlich ausgezahlter Provisionen in diesem Jahr die Marke von einer Milliarde US-Dollar knacken.
Dabei gehen die Betrüger immer professioneller an die Manipulationen heran. Im Prinzip kapern die Betrüger fremde Smartphones und Tablets über manipulierte Apps und laden unsichtbar für den Nutzer im Hintergrund mobile Werbeanzeigen. Dabei simulieren sie die Nutzeraktivität, also die aktiven Klicks auf eine Werbeanzeige in Apps und generieren so in kurzer Zeit unzählige Aufrufe, die von den Werbetreibenden bezahlt werden. Das ganze ist vergleichbar mit den klassischen Botnetzen. In-App-WerbungDie verschiedenen Anbieter (im Bild Apple) haben unterschiedliche Formen der Werbeanzeigen entwicklet - im Normalfall sieht man die Ads aber deutlich, bei dem Klickbetrug wird der Aufruf dagegen unsichtbar für den Nutzer im Hintergrund ausgeführt.

Hijacking

Es ist eine Form des Mobile Device Hijacking, von dem der Smartphone-Besitzer zunächst weder selbst etwas merkt noch einen direkten Schaden hat. Allerdings stellen solche Apps natürlich auch immer ein weiteres Sicherheitsrisiko dar - denn ein Dritter hat bereits Zugriff auf die App, was eigentlich nicht passieren sollte. Zudem gibt es für den Smartphone-Besitzer noch ein weiteres Risiko: hohe Mobilfunkkosten.

12 Millionen Geräte mit infizierten Apps

Forensiq hat in der jüngsten Untersuchung mehr als 5.000 Apps gefunden, die Klickbetrug betreiben. In dem gleichen Zeitraum der Untersuchung fanden sie zudem über 12 Millionen Geräte, die "infizierte" Apps nutzen. Die Betrugsapps fanden sich auf etwa einem Prozent aller Geräte in den USA und bei zwei bis drei Prozent in Asien und Europa. Im Verhältnis sind Android-Nutzer und iOS-Besitzer fast gleichermaßen vertreten.

Forensiq errechnete auf dieser Zahlenbasis einen Verlust der Werbetreibenden bei Android-Apps von etwa 480 Millionen US-Dollar, bei iOS von 363 Millionen US-Dollar und bei Windows Phone rund 14 Millionen US-Dollar.

Plötzlich steigender Traffic?

Betrügerische Apps erzeugenden dabei einen nicht zu unterschätzenden Traffic. Sie verbinden sich laut Forensiq mit den bekanntesten großen Ad-Börsen und Werbe-Netzwerken. Diese Anwendungen würden im Durchschnitt 1.100 Verbindungen pro Minute schaffen und mit über 320 Ad-Netzen, Ad-Servern, Ad-Börsen und verbundenen Datenlieferanten im Laufe einer Stunde kommunizieren. Da im Schnitt nur etwa 10 Prozent der Aufrufe über den Klickbetrug in Form von neu aufgerufenen Seiten für den Nutzer sichtbar sind, ist ein gestiegener Traffic oftmals der einzige Hinweis auf eine manipulierte App auf dem Smartphone.

Laut Forensiq ist übrigens nur ein geringer Teil der Apps für den Klickbetrug entwickelt worden, aber auch solche gibt es. Die meisten Apps werden gekapert und werden im Originalzustand noch nicht einmal von den eigentlichen Entwicklern als Werbeträger genutzt. Werbung, Betrug, Botnetze, In-App Werbung, Betrug, Botnetze, In-App Apple
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