.Net und C#: Mit den Microsoft-Plattformen geht es wohl abwärts

Entwicklung, Programmierung, Visual Studio Code Bildquelle: Visual Studio
.Net und die Programmiersprache C# sind nun bereits über viele Jahre hinweg zum Quasi-Standard für die Entwicklungs-Arbeit im Microsoft-Umfeld herangewachsen. Doch es deutet einiges darauf hin, dass die beiden Produkte ihren Zenit inzwischen schon überschritten haben.

TIOBE-Index: C# im VergleichC# im TIOBE-Index
Sicherlich gelten fähige C#-Programmierer derzeit noch immer zu den gefragtesten Fachkräften in der IT- und Internet-Branche. Und doch mehren sich die Anzeichen, dass die goldenen Zeiten vorbei sind. Eine entsprechende Analyse des Entwicklers Justin Angel zieht derzeit ihre Kreise in der Programmierer-Szene. Der Autor war selbst in Microsofts Silverlight-Team tätig und arbeitete danach in den Windows Phone-Teams von Nokia und dem inzwischen von Apple übernommenen Beats Music.

Wie Angel ausführte, mache sich das sinkende Interesse der Entwickler-Community gegenüber der .Net-Plattform und der Programmiersprache C#, die Microsoft vor gut 15 Jahren einführte, an mehreren Stellen bemerkbar. So sei beispielsweise die Einstufung von C# im TIOBE-Index, der die Beliebtheit von Programmiersprachen anhand verschiedener Faktoren bewertet, derzeit rund 60 Prozent niedriger als in der Zeit von 2006 bis 2008.

Jobs wird es trotzdem geben

Zu beobachten sei weiterhin, dass die Zahl der freien Stellen für C#-Entwickler einem Trend nach unten unterliegt. Aktuell ist es noch längst nicht so, dass man mit einer Spezialisierung auf die Sprache Probleme bekommt, aber die Tendenz ist seit einiger Zeit wohl recht eindeutig. "Sicherlich wird man weiterhin einen Job finden, bei dem man mit C# arbeitet (wie man es auch bei COBOL wird), allerdings fällt man damit langsam aber sicher aus der Nachfrageentwicklung der Kunden heraus und riskiert, hinter die technologische Entwicklung zurückzufallen", erklärte Angel.

Als einen der Gründe für die Entwicklung sieht Angel das Erstarken anderer Plattformen an - insbesondere im Mobile-Bereich, wo Microsoft den Anschluss verpasst hat und derzeit viel investiert, um wieder aufzuschließen. Hier sind aber iOS und Android eindeutig vorn, was sich auch auf die Entwickler-Community niederschlägt. Es gebe aber auch Faktoren, die Microsoft selbst verschuldet habe - wie etwa das doch etwas unsägliche De-facto-Ende von Silverlight.

Allerdings weisen andere auch darauf hin, dass man Microsofts Plattformen keinesfalls abschreiben sollte. Denn auch wenn es bestimmte Verschiebungen gibt, ist ihre Bedeutung doch noch recht groß. Außerdem haben die Redmonder unzweifelhaft weiterhin einen sehr soliden Stand in der IT-Branche, der sich durch die neueren Entwicklungen rund um Windows 10 mit seinem übergreifenden Konzept hinsichtlich der Hardware-Plattformen noch einmal deutlich ausbauen lassen könnte.

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