EU plant 1 Mio. Euro für die Förderung von freier Software ein
Die Europäische Union hat die Investition in den Ausbau und für die Förderung von freier Software beschlossen. Im Haushaltsentwurf für 2015 wurden dafür eine Million Euro bereitgestellt. Open Source Angebote sollen damit gezielt auf Schwachstellen hin überprüft werden.
Das Projekt hatte Julia Reda, Europaabgeordnete der Piratenpartei, in Gang gebracht (via netzpolitik.org). Die Investition von einer Million Euro für die Sicherheit von freier und Open Source-Software soll dabei helfen, den Einsatz von freier Software in den europäischen Institutionen sicherer zu gestalten. EU-Kommissar Günther Oettinger erhält zudem die Aufgabe zu untersuchen, wo die EU-Kommission bereits auf Open Source setzt und wo der Einsatz ausgebaut werden sollte.
"Da der Programmcode von freier Software offen liegt, können die Fördergelder genutzt werden, um die Software auf mögliche Sicherheitslücken zu überprüfen und ihre Qualität zu verbessern. Die Gelder kommen somit den EU-Institutionen, aber darüber hinaus auch allen weiteren Nutzerinnen und Nutzern zu Gute", so Reda.
Laut Heise gehören auch Arbeiten an der Web-Authoring-Software AT4AM mit dazu. Mit AT4AM werden die Arbeiten an neuen Gesetzestexten organisiert und verwaltet.
Die EU hatte erst vor kurzem ihre Open-Source-Strategie grundlegend überarbeitet. Unter anderem geht es dabei um das Urheberrecht, das manchmal die Arbeiten an freien Projekten erschwert. Die EU arbeitet derzeit an einer neuen Standard-Vereinbarung, um die Rückgabe von Code in ein Ursprungs-Projekt zu vereinfachen. Anfang 2015 sollen die Vorschläge dazu veröffentlicht werden.
Sicherheitslücken
"Immer größere Teile unserer Gesellschaft und der Dienstleistungen der öffentlichen Hand sind heute ohne Software undenkbar - darunter auch Programme, die frei verfügbar, einsehbar und modifizierbar sind, was viele Vorteile birgt. Nicht zuletzt das Bekanntwerden der Heartbleed-Sicherheitslücke in einer weit verbreiteten Online-Verschlüsselungstechnik Anfang des Jahres hat gezeigt, dass es im Interesse aller ist, stärker in die Sicherheit solcher Open Source-Software zu investieren. Diese Verantwortung wird die EU nun wahrnehmen!" erklärt Julia Reda auf ihrer Homepage."Da der Programmcode von freier Software offen liegt, können die Fördergelder genutzt werden, um die Software auf mögliche Sicherheitslücken zu überprüfen und ihre Qualität zu verbessern. Die Gelder kommen somit den EU-Institutionen, aber darüber hinaus auch allen weiteren Nutzerinnen und Nutzern zu Gute", so Reda.
Laut Heise gehören auch Arbeiten an der Web-Authoring-Software AT4AM mit dazu. Mit AT4AM werden die Arbeiten an neuen Gesetzestexten organisiert und verwaltet.
Die EU hatte erst vor kurzem ihre Open-Source-Strategie grundlegend überarbeitet. Unter anderem geht es dabei um das Urheberrecht, das manchmal die Arbeiten an freien Projekten erschwert. Die EU arbeitet derzeit an einer neuen Standard-Vereinbarung, um die Rückgabe von Code in ein Ursprungs-Projekt zu vereinfachen. Anfang 2015 sollen die Vorschläge dazu veröffentlicht werden.
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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