"Keine Seele": Mitgründer Peter Sunde ist The Pirate Bay-Aus egal

Filesharing, The Pirate Bay, Peer-to-Peer, tpb Bildquelle: The Pirate Bay
Seit gestern Abend ist das Torrent-Verzeichnis The Pirate Pay (TPB) nach einer Razzia der schwedischen Polizei nicht mehr erreichbar, das wird womöglich auch so bleiben, der (einst) mächtigsten Piraterie-Plattform droht das endgültige Aus. Peter Sunde, einem der Mitgründer des Indizierers, ist das herzlich egal, er begrüßt das sogar.

Sunde: Auf Nimmerwiedersehen

Seit gestern ist The Pirate Bay nicht mehr erreichbar, Grund sind wenig überraschend Vorwürfe im Zusammenhang mit Urheberrechtsverletzungen. Das hat auch Co-Gründer Peter Sunde mitbekommen und in seinem Blog schreibt er, dass es eine derartige Aktion zuletzt vor acht Jahren gegeben habe. Damals seien die Leute noch auf die Straße gegangen, um dagegen zu protestieren.

"Heute kümmert das offenbar nur wenige. Und ich bin einer davon", so Sunde. Dafür gebe es mehrere Gründe, aber vor allem einen: "Ich bin kein Fan von dem, was aus TPB geworden ist." Der Torrent-Indizierer sei zu einer "Institution" geworden, von der jeder erwartet, dass sie einfach da ist. The Pirate Bay-PartyDie The Pirate Bay-Party zum 10. Geburtstag fand Peter Sunde geschmacklos und sexistisch (Foto: P. Sunde) Niemand sei zuletzt bereit gewesen, die Technologie weiterzuentwickeln, so Sunde. "Die Seite war hässlich, voller Bugs, altem Code und Design. Nichts hat sich geändert, mit einer Ausnahme: den Anzeigen." Es habe immer mehr Werbung gegeben, "und als man glaubte, dass es gar nicht mehr möglich ist, dass die Anzeigen noch geschmackloser werden, wurde erreicht, dass sie doch noch schlimmer wurden".

Das ist nicht alles: Sunde schreibt, dass es ursprünglich vereinbart war, die Seite zu ihrem zehnten Geburtstag zu schließen. Stattdessen habe es eine von einer "sexistischen Firma" gesponserte Party gegeben, zu der auch "halbnackte junge Mädchen" entsandt worden sind. Zutritt zu diesem Fest habe man nur gegen Bezahlung erhalten, was automatisch Menschen ohne Geld ausschloss.

Das könne man auch noch weiter ausführen, so Sunde, die Sache kann man aber auch kurz zusammenfassen: "In den letzten Jahren hat TPB seine Seele verloren." Es ist zwar nun ein Loch entstanden, Sunde ist sich aber sicher, dass dieses bald gefüllt werden wird und dann "hoffentlich ohne Anzeigen für Porno oder Viagra".

Siehe auch: Razzia - Schwedische Polizei nimmt The Pirate Bay offline Filesharing, The Pirate Bay, Peer-to-Peer, tpb Filesharing, The Pirate Bay, Peer-to-Peer, tpb The Pirate Bay
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