Amazon Kindle Voyage im Test: Ein Reader, sie alle zu knechten

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Mit dem neuesten E-Reader, dem Kindle Voyage, verlässt Amazon seine bisherige Niedrigpreisstrategie: Das E-Book-Lesegerät kostet mit 189 Euro fast doppelt so viel wie der Kindle Paperwhite der zweiten Generation. Das ist ein stolzer Preis. Ist das Gerät das tatsächlich wert?

Preisverfall

Vor etwa drei Jahren titelten wir an dieser Stelle noch "Qualität zum Kampfpreis", damals hatten wir den unbeleuchteten Kindle der vierten Generation im Test. Dieser kostete 99 Euro und das war seinerzeit tatsächlich eine Ansage, entsprechend begeistert fiel auch das Fazit aus.

Das ist aus heutiger Sicht aber fast schon lachhaft, da man inzwischen um dasselbe Geld von Amazon einen Paperwhite 2 bekommt und dieser nunmehr "nur noch" Mittelklasse-Reader auch schon ein hervorragendes Gerät ist. Kindle VoyageDünn, leicht und kompakt: Amazons Luxus-Reader Voyage E-Reader sind inzwischen weit verbreitet und auch sehr günstig, der Online-Versandhändler hat nach unten keinen Spielraum mehr. Also kann er nur noch eine Luxus-Variante ins Angebot nehmen, den Kindle Voyage. Dieser ist im Vorfeld von manchen Blogs als "Rolls-Royce" unter den E-Readern bezeichnet worden, was eine ziemliche Ansage ist.

26 Gramm

Im Gegensatz zu einem Rolls-Royce ist der Voyage aber ein Leichtgewicht und wiegt 180 Gramm. Zum Vergleich: Der Paperwhite (gemeint ist in weiterer Folge stets die zweite Generation) kommt auf 206 Gramm. Und das spürt man sofort. 26 Gramm scheinen zwar praktisch keinen relevanten Unterschied auszumachen, allerdings sollte man bedenken, dass man einen E-Reader fast immer in einer Hand und vor allem lange hält, da macht sich die Differenz durchaus und rasch bemerkbar.

Bei der Display-Diagonale hat sich nichts geändert, alle Kindle-Reader haben sechs Zoll, das ist inzwischen Amazon-Standard. Der Voyage ist von den Abmessungen her etwas kleiner, das fällt aber kaum auf. Mit 7,6 statt 9,1 Millimetern ist er hingegen signifikant dünner und liegt damit insgesamt gut in der Hand.

Pixeldichte von 300ppi

Bei der Auflösung hat sich hingegen ordentlich was getan: Der Voyage kommt auf eine Pixeldichte von stolzen 300ppi, beim Paperwhite sind es "nur" 212ppi. Diese Werte, die auch bei Smartphones immer wieder genannt werden, klingen zunächst nach einem Quantensprung. Und ja, die Schrift wirkt knackiger und schärfer, aber der Unterschied ist nicht ansatzweise so groß, wie man vielleicht meinen könnte. Das ist meist beim Downgrade am besten zu erkennen, der (negative) Aha-Effekt beim Wechsel von Voyage auf Paperwhite bleibt aber weitgehend aus. Bei der Darstellung von Bildern, etwa Covern, was ohnehin keine Stärke von E-Ink ist, sieht man das am deutlichsten, für das ganz normale Lesevergnügen spielt das aber eine untergeordnete Rolle. Kindle VoyageKnackscharfe Schrift und auf der Seite das neue PagePress-Umblättern Die Beleuchtung, die noch bei der ersten Paperwhite-Generation durch Unregelmäßigkeiten am Rand eine kleine Schwachstelle war, wurde abermals verbessert. Doch auch hier ist der Unterschied zwischen dem aktuellen Paperwhite und dem Voyage nicht sehr groß.

Intelligente Beleuchtung

Neu ist die intelligente Sensor-gesteuerte Beleuchtung: Diese berücksichtigt die aktuellen Lichtverhältnisse, wodurch man am Abend, im grauen Herbstlicht oder bei heller Sonne stets eine andere Beleuchtungsstufe erhält. Das funktioniert deutlich besser als die immer wieder wild "springende" Lösung, wie man sie von Tablets her kennt.

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Ebenfalls neu ist der Nachtmodus, der berücksichtigt, dass sich das Auge an Lichtverhältnisse stets graduell anpasst und mit der Zeit die Intensität langsam zurückfährt. Das funktioniert erstaunlich gut, auch wenn es gelegentlich zu tief nach unten geht und das Bild etwas zu dunkel erscheint. Das ist aber auch sicherlich eine subjektive Wahrnehmung, die von der Präferenz bzw. den Augen des Lesers abhängt.

Einen sichtbaren Unterschied hat das Display: Es ist nun plan zum Rahmen und laut Amazon aus "chemisch gehärtetem Glas." Zwar neigten auch die anderen Kindle-Versionen nicht gerade zu Kratzern, der Bildschirm fühlt sich aber glatt und gut an, auch Fingerabdrücke sind kaum bis gar nicht sichtbar. Reflexionen sind ebenfalls kaum Thema, das ist dem "mikrogeätzten" Glas zu verdanken.

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