Microsoft: Übernahme von No-IP-Diensten erstmal in den Sand gesetzt
Mit der Beschlagnahmung von 22 Domains des Dienstleisters No-IP.com hat der Software-Konzern Microsoft zahlreiche Nutzer gegen sich aufgebracht. Diese sollten von der Umstellung eigentlich gar nicht viel merken, doch offenbar handelten die zuständigen Techniker recht dilettantisch.
Der Plan Microsofts sah eigentlich vor, die Domains mit einer gerichtlichen Verfügung zu übernehmen und den Regelbetrieb selbst zu gewährleisten. Lediglich Subdomains, die zur Verbreitung von Malware genutzt wurden, wollte man stilllegen. Doch die ganze Sache ging gründlich schief und insbesondere in den sozialen Netzen musste der Redmonder Konzern ordentlich einstecken. Denn für eine sehr große Zahl von Nutzern des Dienstes für dynamische DNS-Verwaltung ging erstmal gar nichts mehr.
Angeheizt wurde die Stimmung dann von öffentlichen Mitteilungen des Unternehmens, die ihren Ursprung vermutlich eher in der Marketing-Abteilung als bei den zuständigen Technikern hatten. "Aufgrund eines technischen Fehlers hatten jedoch einige Kunden, deren Geräte nicht durch die Malware infiziert waren, einen temporären Ausfall des Dienstes zu vermelden. Stand gestern 6:00 Uhr pazifischer Zeit wurden alle Services restauriert und sollten jetzt wieder funktionieren", erklärte Microsoft beispielsweise via Facebook.
Allerdings funktionierte der Dienst für zahlreiche Nutzer weiterhin schlicht nicht - was allerdings von dem gewählten DNS-Server abhing. Griff man beispielsweise auf ein entsprechendes System von Microsoft zu, war der Zugriff auf die jeweiligen Rechner, denen eine Subdomain zugeordnet war, möglich. Hier hatten Microsoft-Angestellte vermutlich innerhalb des konzerneigenen Netzes getestet, ob die Dienste wieder funktionieren und waren dabei erfolgreich. Dabei wurde aber wohl nicht bedacht, dass die meisten Anwender ihre Domain-Auflösungen nicht von einem Microsoft-DNS-Server erledigen lassen.
Und auch die Zahl der betroffenen Nutzer dürfte mit "einige" falsch umschrieben sein. Denn die Menge der Reaktionen auf verschiedenen Plattformen war durchaus beachtlich. No-IP.com sprach sogar davon, dass Millionen unschuldiger Nutzer in Mitleidenschaft gezogen worden sein sollen. Die Situation sollte sich inzwischen aber wieder normalisieren.
Nach Beobachtungen von Kaspersky müssen diese nun erst einmal die Command-and-Controll-Strukturen ihrer Botnetze umorganisieren. Die Sicherheitsexperten des Unternehmens rechnen nun damit, dass zukünftig wohl nicht mehr so leichtfertig auf vergleichbare DNS-Dienstleister zurückgegriffen wird.
Angeheizt wurde die Stimmung dann von öffentlichen Mitteilungen des Unternehmens, die ihren Ursprung vermutlich eher in der Marketing-Abteilung als bei den zuständigen Technikern hatten. "Aufgrund eines technischen Fehlers hatten jedoch einige Kunden, deren Geräte nicht durch die Malware infiziert waren, einen temporären Ausfall des Dienstes zu vermelden. Stand gestern 6:00 Uhr pazifischer Zeit wurden alle Services restauriert und sollten jetzt wieder funktionieren", erklärte Microsoft beispielsweise via Facebook.
Allerdings funktionierte der Dienst für zahlreiche Nutzer weiterhin schlicht nicht - was allerdings von dem gewählten DNS-Server abhing. Griff man beispielsweise auf ein entsprechendes System von Microsoft zu, war der Zugriff auf die jeweiligen Rechner, denen eine Subdomain zugeordnet war, möglich. Hier hatten Microsoft-Angestellte vermutlich innerhalb des konzerneigenen Netzes getestet, ob die Dienste wieder funktionieren und waren dabei erfolgreich. Dabei wurde aber wohl nicht bedacht, dass die meisten Anwender ihre Domain-Auflösungen nicht von einem Microsoft-DNS-Server erledigen lassen.
Und auch die Zahl der betroffenen Nutzer dürfte mit "einige" falsch umschrieben sein. Denn die Menge der Reaktionen auf verschiedenen Plattformen war durchaus beachtlich. No-IP.com sprach sogar davon, dass Millionen unschuldiger Nutzer in Mitleidenschaft gezogen worden sein sollen. Die Situation sollte sich inzwischen aber wieder normalisieren.
Aktion traf auch die Richtigen
Letztlich muss aber auch angemerkt werden, dass die Beschlagnahmung der Domains nicht nur unbescholtene Kunden des Dienstleisters traf. Auch eine stattliche Zahl von Gruppen, die eher nichts Gutes im Schilde führen, wurden in ihrer Organisation und Arbeit durch die Abschaltung ihrer Subdomains getroffen - darunter die Syrian Electronic Army (SEA), die in den letzten Jahren immer wieder durch Angriffe auf Webseiten westlicher Firmen und Organisationen aufgefallen war.Nach Beobachtungen von Kaspersky müssen diese nun erst einmal die Command-and-Controll-Strukturen ihrer Botnetze umorganisieren. Die Sicherheitsexperten des Unternehmens rechnen nun damit, dass zukünftig wohl nicht mehr so leichtfertig auf vergleichbare DNS-Dienstleister zurückgegriffen wird.
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