Presse ist öfter & weltweit Ziel von Online-Angriffen

Presse, Zeitung, Papier Bildquelle: Nicholas Boos / Flickr
Pressepublikationen im Internet werden immer häufiger das Ziel von Angriffen. Von den 25 größten Nachrichtenseiten im Netz wurden allein 21 von Tätern attackiert, die wahrscheinlich einen staatlichen Hintergrund haben.
Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Sicherheitsexperten des Suchmaschinenkonzerns Google. Doch nicht nur die Online-Publikationen selbst stehen im Schussfeld. Betrachtet man die Attacken auf einzelne Nutzer, sieht es nicht anders aus. Zwar erhalten sehr viele Nutzer beispielsweise Malware per E-Mail, die versuchen soll, Daten zu stehlen, doch Journalisten sind laut den Google-Experten auch hier "massiv überrepräsentiert".

Wie die Sicherheits-Fachleute Shane Huntley und Morgan Marquis-Boire auf der Security-Konferenz Black Hat heute in Singapur ausführten, hätten die Angriffsversuche auch daher eine besondere Brisanz, weil hinter ihnen in der Regel Täter stehen, die in staatliche Strukturen eingebunden sind und auf entsprechende Ressourcen zurückgreifen können.

Es gibt keine Schwerpunkte

Laut dem von ihnen vorgelegten Bericht ist dabei nicht erkennbar, dass es Konzentrationen in bestimmten Regionen gibt, wie man eigentlich meinen könnte. Entgegen der naheliegenden Vermutung ist es also beispielsweise nicht so, dass westliche Medien besonders aus China oder dem arabischen Raum unter Beschuss stehen. Sowohl die Ausgangspunkte der Angriffe als auch die Opfer sind weltweit relativ gleichmäßig verteilt, hieß es.

Die beiden Sicherheits-Experten gingen nicht weiter darauf ein, wie sie ihre Daten genau erhoben haben. Dadurch soll verhindert werden, dass die Täter sich zukünftig besser tarnen und entsprechende Aktivitäten nicht ans Licht kommen. Sie erklärten aber, dass sie auf staatliche Akteure in dem Bereich ein besonderes Augenmerk gelegt haben.

In der letzten Zeit wurden verschiedene Attacken auf Nachrichtenportale publik. Laut Marquis-Boire handelt es sich dabei allerdings nur um die Spitze des Eisbergs. Vor allem die Attacken auf kleinere, lokale Presseorgane und einzelne Journalisten, die letztlich den größten Teil der investigativen Arbeit machen stehen demnach zunehmend unter Beschuss, ohne, dass dies in der Öffentlichkeit bekannt wird. Presse, Zeitung, Papier Presse, Zeitung, Papier Nicholas Boos / Flickr
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