Das FBI ist im Besitz aller Postfächer von Tor Mail
Die US-Bundespolizei FBI hat im Zuge von Ermittlungen im letzten Jahr nicht nur für eine Abschaltung des anonymen E-Mail-Dienstes Tor Mail gesorgt, sondern gelangte auch an eine Kopie aller Postfächer.
Der Service ging im August des letzten Jahres offline. Damals ermittelte das FBI offiziell gegen einen dort ansässigen E-Mail-Account, über den der Austausch von Kinderpornographie erfolgt sein soll. Letztlich führte dies dazu, dass der Betreiber von Tor Mail in Irland unter dem Vorwurf, an der Verbreitung der Darstellungen von Kindesmissbrauchs beteiligt sei. Der komplette Dienst, der nur innerhalb des Anonymisierungs-Netzes Tor zu erreichen war, gelangte so in die Hände der Behörden, berichtet das US-Magazin Wired.
Die Ermittler begannen dann damit, Malware über die E-Mail-Accounts zu verteilen, um Nutzer zu identifizieren, die hier ein anonymes Postfach betrieben. Später erfolgte die Abschaltung. Schon damals wurde vermutet, dass das FBI auch Zugang zu den Inhalten in den einzelnen Postfächern haben könnte. Dies bestätigte sich nun anhand von Gerichtsunterlagen in einem anderen Fall.
Im US-Bundesstaat Kalifornien läuft gerade ein Prozess gegen Kriminelle, die Kreditkarten gefälscht und verkauft haben sollen. Die Bestellungen gingen dabei an die E-Mail-Adresse platplus@tormail.net. Die Unterlagen der Anklage enthalten nun quasi alle Bestellungen gefälschter Kreditkarten über einen Zeitraum von fast einem Jahr.
Weiterhin geht aus den Dokumenten hervor, dass der US-Postal Inspector Eric Malecki bestätigte, dass man auch die Inhalte aller anderen Postfächer, die bei dem Dienst betrieben wurden, vorliegen hat. Weiter führte er aus, dass Tor Mail von einer ganzen Reihe von Personen mit kriminellen Absichten genutzt wurde, um sich vor den Strafverfolgungsbehörden zu verbergen. Entsprechend kann davon ausgegangen werden, dass die E-Mails, an die das FBI hier kam, in Zukunft noch Gegenstand in anderen Prozessen sein werden.
Unklar ist derzeit, in welchem Umfang Tor Mail auch von Nutzern eingesetzt wurde, die andere Beweggründe hatten, ihre Kommunikation schützen zu wollen. Der Fall zeigt allerdings das Versagen eines Betreibers in diesem Bereich. Ein anderer Anbieter sicherer Kommunikation, Lavabit, hatte es hingegen geschafft, den US-Behörden den Zugang zur Kommunikation seiner Nutzer zu verwehren, in dem der Dienst rechtzeitig abgeschaltet und Widerspruch vor Gericht eingereicht wurde.
Die Ermittler begannen dann damit, Malware über die E-Mail-Accounts zu verteilen, um Nutzer zu identifizieren, die hier ein anonymes Postfach betrieben. Später erfolgte die Abschaltung. Schon damals wurde vermutet, dass das FBI auch Zugang zu den Inhalten in den einzelnen Postfächern haben könnte. Dies bestätigte sich nun anhand von Gerichtsunterlagen in einem anderen Fall.
Im US-Bundesstaat Kalifornien läuft gerade ein Prozess gegen Kriminelle, die Kreditkarten gefälscht und verkauft haben sollen. Die Bestellungen gingen dabei an die E-Mail-Adresse platplus@tormail.net. Die Unterlagen der Anklage enthalten nun quasi alle Bestellungen gefälschter Kreditkarten über einen Zeitraum von fast einem Jahr.
Weiterhin geht aus den Dokumenten hervor, dass der US-Postal Inspector Eric Malecki bestätigte, dass man auch die Inhalte aller anderen Postfächer, die bei dem Dienst betrieben wurden, vorliegen hat. Weiter führte er aus, dass Tor Mail von einer ganzen Reihe von Personen mit kriminellen Absichten genutzt wurde, um sich vor den Strafverfolgungsbehörden zu verbergen. Entsprechend kann davon ausgegangen werden, dass die E-Mails, an die das FBI hier kam, in Zukunft noch Gegenstand in anderen Prozessen sein werden.
Unklar ist derzeit, in welchem Umfang Tor Mail auch von Nutzern eingesetzt wurde, die andere Beweggründe hatten, ihre Kommunikation schützen zu wollen. Der Fall zeigt allerdings das Versagen eines Betreibers in diesem Bereich. Ein anderer Anbieter sicherer Kommunikation, Lavabit, hatte es hingegen geschafft, den US-Behörden den Zugang zur Kommunikation seiner Nutzer zu verwehren, in dem der Dienst rechtzeitig abgeschaltet und Widerspruch vor Gericht eingereicht wurde.
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Christian Kahle
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