Facebook: Selbstdarsteller sind eher selten zu finden

Persönliche Profilseiten in sozialen Netzwerken dienen weniger der Selbstidealisierung von Nutzern, sondern spiegeln überwiegend die tatsächliche Persönlichkeit der Profilinhaber wieder.

Facebook-Nutzer haben zudem einen genauen Eindruck davon, wie sie auf andere wirken, und sie versuchen nur bezüglich weniger Persönlichkeitsbereiche, einen bestimmten Eindruck zu hinterlassen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung durch Wissenschaftler der Universitäten Münster, Mainz und Göttingen.

Sie widerlegten damit zwei weit verbreitete Meinungen über Nutzer in Social Networks: Jene, dass Menschen sich hier versuchen in einem möglichst guten Licht darzustellen und andere, wonach sie sich oft nicht darüber im Klaren sind, welchen Eindruck sie damit auf andere machen.


"Die Vermutung, dass die sozialen Netzwerke vor allem oder allein der optimalen Selbstdarstellung und Idealisierung dienen, ist falsch. Die Nutzer sind weit ehrlicher und realistischer als angenommen", fasste Mitja Back vom Institut für Psychologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) die Untersuchungsergebnisse zusammen.

Insgesamt sprechen die Ergebnisse dafür, dass soziale Verhaltensweisen und Wahrnehmungen auf Facebook nach ähnlichen Prinzipien funktionieren wie im "realen" Leben. Wie bei direkten sozialen Begegnungen liegen auch auf Facebook starke Unterschiede zwischen Menschen darin, wie extravertiert oder zurückhaltend, originell oder angepasst, freundlich oder motzig, organisiert oder planlos, selbstbewusst oder selbstmitleidig sie sich verhalten.

Personen mit einer hohen Bescheidenheit, Gutherzigkeit und einem Fokus auf soziale Gemeinsamkeiten sind auch in den Online-Plattformen sehr beliebt - ebenso wie Menschen mit einer großen Offenheit für neue Erfahrungen und einer gewissen künstlerischen Ader. Selbstbewusste, extravertierte, dominante Personen mit einem Fokus auf das persönliche Vorankommen hingegen haben einen höheren sozialen Status.
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"Persönliche Profilseiten in sozialen Netzwerken dienen weniger der Selbstidealisierung von Nutzern, sondern spiegeln überwiegend die tatsächliche Persönlichkeit der Profilinhaber wieder." Bullshit!
 
@hhgs: Warum Bullshit? In meinem Freundeskreis kann ich die Aussage genau so bestätigen.
 
@hhgs: Hast Du anderweitige Studien durchgeführt? Für Nutzer, die mit ihrem Real-Life Freundes- und Bekanntenkreis über Facebook in Kontakt stehen - und die meisten dürften mindestens einige persönlich bekannte Leute in der Kontaktliste haben -, halte ich das Ergebnis der Studie für durchaus plausibel. Käme ja doch sonst recht komisch bei den persönlich Bekannten an, die die Diskrepanz zwischen Online-Darstellung und echter Person ja sähen. Daher halte ich Dein "Bullshit" für undurchdacht.
 
@hhgs: N bissken mau so ohne Begründung, hm?
 
@hhgs: Bullshit würde ich es nicht gleich nennen. Aber ich hab bisher auch eher die Erfahrung gemacht dass ich (und mein Freudeskreis) uns im FB nicht ganz real darstellen. Das aber eher unbewusst, da man schlecht Ereignisse in der Regel nicht unbedingt festhalten will ;) Die Guten jedoch werden ins FB "gestellt" und somit vermittelt man den Eindruck ein völlig beneidenswertes Leben zuführen, weil nur tolle Sachen gezeigt werden. Urlaubsbilder und sowas eben. Aber den tristen, stressigen und nervigen Alltag auf Arbeit bekommt kaum kaum einer zu Gesicht. Von daher sehe ich die Angagben schon als Wahrheitsgemäß, aber eben nicht Realitätnah...


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