Tischplatte liefert drahtlos Energie und Daten

Tisch, Stromversorgung, Induktion Bildquelle: Fraunhofer
Neuartige Antennen sollen zukünftig beispielsweise in Tischplatten verbaut werden und allerlei Geräte drahtlos mit Strom und Daten versorgen können. Entwickelt wurden sie am Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS.
Die Entwickler wollen so beispielsweise mit dem Ärgernis aufräumen, dass Designerlampen auf dem Schreibtisch durch ein unpassend wirkendes Kabel mit Strom versorgt werden müssen. Außerdem soll es so bedeutend leichter werden, Leuchten bei Bedarf kurz an einer anderen Stelle zu positionieren, teilten die Forscher mit.

SUPA Wireless, kurz für Smart Universal Power Antenna, heißt die Technologie. Sie lässt die Stromleiter verschwinden - sei es bei Lampen, Laptops oder Smartphones. Im Tisch wird dabei ein Netz von Spulen untergebracht, die per Induktion die Energie drahtlos weitergeben. Solche Systeme gibt es zwar schon in Form einzelner Ladestationen, doch nicht auf einer größeren Fläche.

Dafür wird es nötig, dass überall dort ein Magnetfeld erzeugt werden muss, wo Strom benötigt wird - sprich auf dem ganzen Tisch. Eine Möglichkeit wäre es, eine riesige Spule im Tisch unterzubringen - allerdings ist diese Lösung wenig praktikabel. Die Forscher haben sich daher für eine andere Variante entschieden: "Wir bestücken eine Platine mit zahlreichen Antennen. Deren Abstand ist so gewählt, dass nur unter der Empfangsfläche der Lampe ein Magnetfeld erzeugt wird - unabhängig davon, wo auf dem Tisch sie steht", sagte Christian Hedayat, Abteilungsleiter am ENAS.

Damit die Strahlung nicht zu groß wird, schalten sich jeweils nur diejenigen Antennen ein, die genau unter dem Gerät angebracht sind, das versorgt werden soll. Aktuell sorgen Störungen im Magnetfeld, die ein Empfänger verursacht, für die Erkennung. Allerdings haben die Entwickler schon eine zweite Stufe im Kopf.

Dabei erfolgt eine Kommunikation zwischen Sender und Empfänger, wodurch beispielsweise gewährleistet werden kann, dass nur unter Geräten ein Magnetfeld aufgebaut wird, die eine Berechtigung vorweisen können. Hier können aber auch weitere Daten wie beispielsweise die benötigte Energiemenge weitergegeben werden.

Mit dem System lassen sich jedoch nicht nur Lampen mit Energie versorgen, sondern auch Laptops oder Smartphones. Hier haben die Forscher zudem eine weitere Funktionalität eingebaut: "Wir senden nicht nur Energie, sondern auch Daten durch den Tisch", so Hedayat. Tisch, Stromversorgung, Induktion Tisch, Stromversorgung, Induktion Fraunhofer
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