Kinder erkennen Werbung auf Webseiten kaum

Tablet, Ipad, Kinder Bildquelle: Eric Peacock / Flickr
Kindern fällt es besonders schwer, auf Webseiten Inhalte von Werbung zu unterscheiden. Diese Fähigkeit nimmt mit der Zeit zwar zu, doch gerade ältere Kinder sind für bestimmte Formen anfällig.
Generell seien für junge Nutzer zwischen sieben und zwölf Jahren werbliche und redaktionelle Elemente nur sehr schwer unterscheidbar, belegte eine entsprechende Untersuchung der Hochschule der Medien Stuttgart. Vor allem auf den Webseiten von Fernsehsendern erschweren Mischformen die Erkennbarkeit der Werbeabsicht. Aber auch gekennzeichnete Werbung stellt junge Rezipienten vor Schwierigkeiten.

Die Bezeichnungen geben die Werbeintention nicht immer eindeutig wieder und die Gestaltung erschwert die Erkennbarkeit optisch. "Die Entgrenzung und das Hineinmanövrieren in werbliche Kommunikation macht es Kindern schwer, Werbung oder kostenpflichtige Angebote von redaktionellen Inhalten zu unterscheiden", erläuterte Petra Grimm, organisatorische Leiterin des Forschungsteams.

Ein Problem stellt die Tatsache dar, dass werbliche Elemente oft auf externe Webseiten verlinken, von denen die jungen Nutzer dann nicht gut auf den eigentlichen Dienst zurückfinden. Dies stellt also auch für die Betreiber von Seiten ein Problem dar, die Werbung schalten.

Insbesondere bei Spielen können die jungen Rezipienten die Verknüpfung mit werblichen Elementen nicht sicher erkennen. Die jüngeren Kinder weisen tendenziell noch keine Fähigkeit zur Bewertung des Wahrheitsgehaltes auf. Die älteren Kinder ab zehn Jahre verfügen zwar bereits über eine Werbeskepsis, die auf eigenen Produkterfahrungen basieren, sind aber weitgehend noch darin überfordert, sich mit den jeweiligen Werbestrategien auseinanderzusetzen.

Allgemein zeigte sich bei der Studie eine Angst vor Kostenfallen: Zum Teil hatten die Kinder schon eigene negative Erfahrungen im Internet oder mit dem Handy gemacht. Kinder, die sich insgesamt relativ medienkompetent zeigen, gehen auch aufmerksam mit kostenpflichtigen Angeboten um. Aber: Die Schwelle, sich für Spiele und Gewinnspiele anzumelden, liegt bei den älteren Kindern tendenziell niedriger als bei den jüngeren. Dies hat zur Folge, dass die älteren eher dazu tendieren, Daten von sich preiszugeben.

Vor dem Hintergrund der Studienergebnisse sieht das Forscherteam dringenden Handlungsbedarf bei der Förderung der Werbekompetenz in Schulen, aber auch in der elternpädagogischen Arbeit. Für erforderlich halten sie auch eine Verständigung von Internetwirtschaft und Medienpolitik über werbeethische Normen. Tablet, Ipad, Kinder Tablet, Ipad, Kinder Eric Peacock / Flickr
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren50
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 00:00 Uhr tax 2017 Professional (für Steuerjahr 2016)
tax 2017 Professional (für Steuerjahr 2016)
Original Amazon-Preis
29,99
Im Preisvergleich ab
28,99
Blitzangebot-Preis
22,99
Ersparnis zu Amazon 23% oder 7

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden