Supercomputer: China marschiert plötzlich davon

Ibm, Supercomputer, Sequoia Bildquelle: asc.llnl.gov
Was den Angriff auf die Weltspitze des Supercomputings angeht, macht China inzwischen ernst. Jetzt geht ein Rechner in Betrieb, der die Hürde in Sachen Höchstleistung mehr als doppelt so hoch legt.
Gerade erst freute man sich in den USA, dass man mit der Aufrüstung des alten Jaguar-Systems mit Tesla-GPUs und einer Umbennenung des Rechners in Titan die Führung in der Top500-Liste der weltweit schnellsten Rechner übernahm. 18 bis 20 Petaflops soll das System leisten können.

Doch nun dürften Nachrichten aus China für Ernüchterung sorgen - denn dort gibt man sich nicht damit zufrieden, sich ein Stück weit am Konkurrenten vorbeizuschieben. In die nächste der halbjährlichen Leistungsbewertungen will man jetzt gleich mit einem neuen System einsteigen, dass es auf immerhin 54,9 Petaflops bringt.

Jack Dongarra, Informatik-Professor an der University of Tennessee und an der Zusammenstellung der Top500 beteiligt, war gerade in China und hat das System besichtigt. In seinem Bericht gibt er einige Einblicke in den Computer Tianhe-2, der nach bisherigen Plänen weiterentwickelt werden und eines Tages die 100-Petaflops-Marke knacken soll.

Demnach arbeiten in dem Rechner einerseits 32.000 Xeon-Prozessoren der Ivy Bridge-Klasse von Intel. Hinzu kommen noch einmal 48.000 Xeon Phi-Chips, die Intels Many Integrated Core (MIC)-Programm entstammen. Allerdings haben sich die Chinesen laut Dongarra nicht einfach nur Technologie von außerhalb eingekauft. In dem Rechner sollen auch zahlreiche Eigenentwicklungen stecken. Immerhin 290 Millionen Dollar hat die chinesische Regierung in den Computer investiert.

Das ganze System soll außerdem so konzipiert sein, dass es nach oben hin weiter skalierbar ist. Wie Dongarra anmerkte, müsse man sich in den USA also wohl vorerst damit abfinden, dass es etwas dauern kann, bis man China den Spitzenplatz wieder abspenstig machen kann. Denn die nächste große Anschaffung durch das US-Energieministerium, das traditionell die großen HPC-Rechenzentren bestückt, ist erst für 2015 geplant. Ibm, Supercomputer, Sequoia Ibm, Supercomputer, Sequoia asc.llnl.gov
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