Relikt aus Sowjetzeiten: .su-Domain zieht Hacker an

Sicherheit, schloss, Abus Bildquelle: Robert Wallace / Flickr
Die vor gut zwei Jahrzehnten zusammengebrochene Sowjetunion besteht im Internet als .su-Domain weiter fort. Die kaum regulierte Domain habe sich zu einem Gebiet entwickelt, das Hacker geradezu anziehe, berichtet die Nachrichtenagentur AP.
Als Moskau Ende 2011 begann, auf der russischen .ru-Domain gehostete Webseiten stärker zu kontrollieren, seien Cyberkriminelle auf die .su-Domain ausgewichen, sagt Oren David von RSA Security, einem auf IT-Sicherheit spezialisierten Unternehmen. Er vermute keine politischen Gründe für den Trend, sondern "geschäftliche".

Laut dem offiziellen russischen Internet-Watchdog Group-IB hat sich die Zahl der verdächtigen Webseiten mit .su-Endung in den vergangenen zwei Jahren jeweils verdoppelt und übersteigt mittlerweile die Zahl verdächtiger Webseiten, die auf .ru enden.

Die Verwaltung der .su-Domain liegt laut AP seit 2007 bei der Stiftung für Internetentwicklung. Diese bereite zwar neue Regeln vor, um schneller und entschiedener auf betrügerische Webseiten reagieren zu können. Noch aber könne es geschehen, dass Webseiten, die als kriminell bekannt sind, noch monatelang online bleiben.

Der Schweizer Sicherheitsexperte Roman Huessy von abuse.ch nennt gegenüber AP typische Beispiele für Cyberkrimalität auf .su-Seiten: Angriffe aufs Internet-Banking, "Geiselnahme" von fremden Computern, Spam. "Ich könnte die Liste fast beliebig fortsetzen", so Huessy.

Die an sich naheliegendste Lösung, das Sowjet-Relikt einfach komplett abzuschalten, lehnen die Experten ab. Denn unter den rund 120.000 .su-Webseiten seien nach wie vor auch viele legale Angebote, argumentiert Andrej Komarow von Group-IB. Zuletzt war bekannt geworden, dass beim weltweiten Spam-Aufkommen die ehemalige Sowjetrepublik Weißrussland entscheidend mitmischt. Sicherheit, schloss, Abus Sicherheit, schloss, Abus Robert Wallace / Flickr
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