Chinesische Hacker klauen Waffen-Designs der USA

Dem US-Militär sind detaillierte Unterlagen zu fortgeschrittenen Waffensystemen von seinen Computer-Systemen entwendet worden. Die Täter sind offenbar in China ansässig, berichtete die Washington Post.

Laut einem Bericht an das US-Verteidigungsministerium, der der Zeitung vorliegt, soll es insgesamt um rund zwei Dutzend moderne Waffensysteme gehen - von Luftabwehrraketen über Kampfflugzeuge bis hin zu Kriegsschiffen. In dem Dokument wird davor gewarnt, dass Dritte durch die Hacks Zugang zu fortgeschrittenen Technologien erhalten und die USA mit geringerem technologischem Vorsprung in zukünftige Konflikte gehen könnten.

In dem Papier selbst wird die Spionage nicht direkt auf China zurückgeführt. Allerdings sollen hochrangige Quellen beim US-Militär und aus der Rüstungsindustrie davon gesprochen haben, dass die meisten Hacks wohl zu einer Spionage-Kampagne des asiatischen Staates gehörten, die sich gezielt gegen Ausrüster der Armee richtete.


Hier könnte auch die Ursache dafür liegen, dass die US-Regierung in der letzten Zeit verstärkt Warnungen in Richtung Peking richtete, die Aktivitäten im Bereich der Spionage über das Netz einzuschränken, hieß es. Seit Jahren ist dies ein Dauerthema in den diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten.

In einem als geheim eingestuften Teil des Berichtes, wird ausgeführt, welche Waffensysteme betroffen sind. Darunter finden sich beispielsweise neuere Versionen der Patriot-Luftabwehrraketen, das Terminal High Altitude Area Defense (THAAD)-System zur Abwehr ballistischer Raketen, der F-18-Kampfjet und das Littoral Combat Ship, das für den Einsatz in küstennahen Gewässern konzipiert ist. Aber auch der F-35 Joint Strike Fighter, das teuerste je entwickelte Waffensystem, gehört zu der Reihe.

Die Beschwerden der USA gegenüber China wirken aktuell allerdings etwas deplatziert. Immerhin hatte der ehemalige Chef der Geheimdienste NSA und CIA, Michael Hayden, gerade erst damit angegeben, dass die USA bei der Cyber-Spionage international ohnehin die Nase vorn hätten. Dabei zieht man sich aber darauf zurück, dass man sich an die ungeschriebenen Regeln halte, die bereits während des Kalten Krieges galten. Die Chinesen hingegen würden ständig da zuschlagen, wo man es kaum vermutet - vor allem aber bei privatwirtschaftlichen Unternehmen, die den Staat beliefern.
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Die hingen sicher hinter Huawei routern
 
Und ich dachte US Militär hat eines der sichersten Netze der Welt... Aber das ist mal wieder ein Beweis, dass kein System sicher ist, selbst das Beste, was keine Ausrede ist um Systeme ungesichert zu lassen im Gegenteil!
 
@Arhey: die werden wohl vor allem von zulieferern die daten gekriegt haben, welche eben ihre eigene it-netzwerke haben und womöglich an den schnittstellen ihre fehler hatten. nur so ne vermutung.
 
@$stealthfighter: Joa das mag sein, dennoch wird es da sicher Auflagen geben, die erfüllt werden müssen, was die Sicherheit von IT angeht. Ich kann mir sogar vorstellen, dass die Verbindung zwischen Militär und diesen Unternehmen eigene Leitungen haben.
 
Selber Schuld. Warum lasse ich ein System mit solch brisanten Informationen auch ans Internet? Wäre ja genau so blöd KKWs ans Internet zu hängen was sie, hingegen so manchen idiotischen Äußerungen eines hochrangigen Polizeibeamtens, hier nicht sind.


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