iWatch-Berichte: 'Manipuliert' Apple seinen Kurs?

iWatch, Apple iWatch, Apple Smartwatch Bildquelle: Brett Jordan
Derzeit überfluten Berichte über die angebliche Smartwatch von Apple regelrecht die Medien, was so mancher Branchenkenner recht merkwürdig findet. Darunter auch der als "Fake Steve Jobs" bekannt gewordene Journalist Dan Lyons. Lyons, ehemaliger Redakteur des Nachrichtenmagazins Newsweek, erhebt in einem Beitrag bzw. Kommentar schwere Vorwürfe gegen Apple und nennt ihn auch gleich zu Beginn seines Artikels auf 'Readwrite': "Kurs-Manipulation".

Lyons findet es höchst merkwürdig, dass das Unternehmen, das stets um ein Maximum Geheimhaltung bemüht ist, auf einmal zahlreiche Leaks und über gleich mehrere Medien zur (angeblich) geplanten Apple-Smartwatch zulässt. Seltsam, so Lyons, sei vor allem der Zeitpunkt: Er fragt sich, ob es ein Zufall sein kann, dass diese Berichte ausgerechnet zum Zeitpunkt eines "brutalen" Abrutschens des Apple-Kurses passieren.

So habe der Kurs des Unternehmens im vergangenen September die 700-Dollar-Marke geknackt, bis Januar ging es dann aber empfindlich runter auf 435 Dollar pro Aktie. Anfang Februar habe das Unternehmen dann (laut eines Berichts des 'Wall Street Journal') überraschend beschlossen, die PR-Aktivitäten zu erhöhen.

Laut Lyons seien Berichte über iWatch nichts Neues und tauchen seit dem Vorjahr immer wieder auf. In den letzten Wochen hätten diese aber plötzlich und sprungartig zugenommen, just zu jenem Zeitpunkt, als die "PR-Offensive" von Apple vermeldet worden war. Der ehemalige Newsweek-Redakteur analysiert in Folge die Berichte zur iWatch bzw. den jeweiligen Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung.

Siehe auch: Apple soll an Uhr aus gebogenem Glas arbeiten

Der Höhepunkt sei laut Lyons Anfang dieser Woche erreicht worden, am Montag berichtete die New York Times (in einer Seite-1-Story). Dort heißt es u. a.: "Investoren würden die iWatch mit offenen Armen empfangen", schreibt die NYT. "Investoren" sei laut Lyons das Zauberwort. Dabei sprach der NYT-Autor auch mit dem CEO von Gorilla-Glass-Hersteller Corning, der zugab, dass eine Uhr aus bzw. mit "gebogenem Glas" machbar wäre. Das Gespräch müsse mit Zustimmung von Apple stattgefunden haben, ist sich Lyons sicher, da kein Apple-Partner ohne Rücksprache mit Cupertino solche Aussagen tätigt.

"Und dann war die Story überall", meint Lyons und sie habe auch funktioniert, seit Anfang vergangener Woche geht der Apple-Kurs nach oben. Lyons ist übrigens nicht der einzige, der sich dazu Fragen stellt, auch das Wirtschaftsmagazin 'Fortune' wundert sich über diese "koordinierten Leaks".

Fortune hat dazu mehrere eigene Theorien: Apple könnte Leute von Google Glass oder dem eigenen (noch nicht fertigen) TV-Projekt ablenken wollen, auch die Möglichkeit, den Kurs hochtreiben zu wollen, kommt für das Wirtschaftsmagazin in Frage. Apple, smartwatch, iWatch Apple, smartwatch, iWatch Apple
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